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 Shoppingcenter

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Miyu
Criminal Kitty
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BeitragThema: Shoppingcenter   Fr Jun 22, 2007 11:35 pm

Neben hochmodernen, verglasten Einkaufspassagen schlängeln sich enge kleine Gassen, die eine Unzahl von Händlern beherbergen. Beinahe nichts ist hier unkäuflich und neben Nobelbotiken finden sich kleine Stände mit gefälschter Markenkleidung und nachgemachten, technischen Spielereien.

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Ayumi

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Mo Jun 25, 2007 10:13 pm

Sichtlich schlecht gelaunt bahnte sich eine junge Frau ihren Weg durch die Massen. Das lange braune Haar, wehte hinter ihr her und klebte teils gar wirr in ihrem erhitzten Gesicht, während ihre Schritte sie schnell vorwärts trugen. Was dachte sich dieser Kerl eigentlich dabei sie anzugraben? Er sollte das Geld an ihren Vater zurückzahlen und sie nicht antatschen. So bekam er seine Schulden ganz sicher nicht los. Obwohl…die Sache mit den Schulden hatte sich ja nun erledigt. Dennoch. Er war das Paradebeispiel dafür, dass Ayumi, so der Name der jungen Japanerin, extrem überreagieren konnte, wenn man sie falsch behandelte. Ein Fehler, den er bloß einmal begehen konnte. Als Tochter von Masanori Kobayashi, waren ihre Taten sogar geschützt. Was zwar nicht bedeutete, dass sie alles tun und lassen konnte was sie wollte, aber wenn bei ihrem Job hin und wieder ein Gläubiger ihres Vaters verschwand, machte darum niemand irgendein großes Aufheben. Meist waren die sterblichen Überbleibsel der betroffenen bereits auf dem Seeweg nach Amerika, bevor irgendwer deren Verschwinden überhaupt wahrnahm. Nun, das Töten war nicht wirklich als Hobby der Four Dragons Tochter zu bezeichnen. Doch hin und wieder ließ es sich einfach nicht vermeiden und sie war niemand, der sich um die Belange Fremder kümmerte. Manch einer musste eben lernen, was es bedeutete, wenn man sich mit den 4 Dragons oder der Familie Kobayashi anlegte oder es gar wagte diese zu hintergehen. Das manche diese Lektion nicht überlebten, war nicht ihr Problem. Sie hatte bloß dafür zu sorgen, dass das Casino sein Geld bekam. Um den Abfall konnten sich die Handlanger ihres Vaters kümmern.
Sie hob ihren Blick. Selbst der Anblick der vielen Nobelboutiquen, an welchen sie soeben vorüber lief, schienen ihre Stimmung nicht heben zu können. Dennoch, wohlmöglich konnte eine kleine Shoppingtour sie doch auf andere Gedanken bringen. Und neue Kleidung war doch immer wieder was Schönes. Ihr Vater wäre sicherlich nicht wütend, wenn sie einen Teil des soeben geholten Geldes für sich ausgab. Immerhin hatte sie seinen Auftrag zu seiner Zufriedenheit erledigt. Das Isamu Ichiyawa dieses Zusammentreffen leider nicht überlebte, brauchte er ja nicht zu erfahren und wenn doch, würde sie es einfach als Unfall darstellen. Im Grunde war es ja auch bloß ein Unfall gewesen. Hätte er sie nicht angefasst, hätte sie ihn nicht umgelegt…Zumindest nicht sofort. So sah sie die Dinge.
Ach verflucht, Männer machten es sich aber auch stets einfach. Die dachten wohl tatsächlich, dass man über ihre Schulden hinweg sah, wenn sie diese mit einigen Zärtlichkeiten und Sex beglichen. Aber bei ihr kamen sie da nicht weit. Schulden waren Schulden und die einzige Möglichkeit diese zu begleichen waren Geld. Echtes Geld und keine Fälschung und auch keine Schecks, die hinterher wahrscheinlich gar nicht gedeckt waren.
An einem Kleiderständer, vor einer der Boutiquen, blieb sie stehen und begutachtete eine der Jeanshosen, die daran hingen. Schüttelte dann jedoch den Kopf und setzte ihren Weg fort. Nein, nicht einmal Kleidung konnte sie nun begeistern. Eigentlich war sie auf der Hoffnung einen unfähigen Verkäufer zu finden, den sie anfahren konnte, hergekommen und schien dafür nur noch den passenden Laden zu suchen. Es durfte keiner dieser Luxusläden sein, wenn man dort eine schlechte Figur machte, war das nie sonderlich praktisch. Andererseits, seit wann interessierte sie sich für die Meinung anderer? Sie knöpfte den schwarzen Blazer zu, der ihre Tätowierungen, unter anderem auch die der Four Dragons und ihr Schulterholster verbarg, ehe sie schließlich einen kleinen Tee - und Souvenirladen betrat.
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Sanzo

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Mo Jun 25, 2007 10:45 pm

Sanzo stand noch auf dem Parkplatz vor dem Shopingcenter und unterhielt sich mit einem seiner Kunden um seiner Arbeit nach zu gehen. Wie immer versuchte der Kunde, heute ein knapp sechszehn jähriger Schüler Rabatt heraus zu schlagen in dem er sich als gewiefter Geschäftsmann ausgab und etwas von Nachfrage und so einem Blödsinn quatschte. Sanzo sah den Jungen nur genervt an und wartete bis er endlich aufgehört hatte zu reden, bevor der junge Dealer in sein Auto stieg und eine Geldkassette unter dem Fahrersitz hervorholte. Sein Kunde trat zu ihm an die Fahrertür und beobachtete mit großen gierigen Augen das viele Geld in der Kassette, bevor Sanzo seinen Blick bemerkte und wieder genervt dreinschaute. Was sich diese jungen Typen immer dabei dachten, wenn sie die tausende Yen sahen wollte er sich lieber nicht vorstellen, nahm aber an das sie dabei von nächtelangen Drogenparties träumten und mit einem knappen Blick auf die Uhr hinter dem Steuer schüttelte Sanzo den Kopf und sah seinem Kunden in die Augen.
"Entweder du zahlst den Preis, den du immer zahlst"
sagte er und holte unter dem doppelten Boden der Kassette einen Beutel mit blauen Pillen hervor, auf denen ein Drachenkopf graviert war.
"Oder du gehst zu einem der Straßendealer und zahlst das doppelte für schlechtere Ware. Entscheide dich schnell, ich hab noch zu tun"
Sanzo sah wie es in dem Jungen arbeitete und lehnte sich in dem Sitz zurück, während er die Kassette provokativ langsam wieder schloss und auf seinem Kaugummi kaute.
"In Ordnung, gib mir fünfzig"
Sanzo nickte knapp und zählte die Pillen ab, bevor er das Geld in die Hand gedrückt bekam und dem Jungen die Pillen in die Hand drückte. Das Geld verstaute er nicht in der Geldkassette, sondern in seiner eigenen Tasche, bevor er die Kassette wieder unter den Sitz schob und aus seinem Wagen stieg. Der Junge wollte noch was sagen, aber Sanzo hatte sich bereits auf den Weg ins Shoppingcenter gemacht, nachdem er den Wagen verschlossen hatte und seine Sonnenbrlle aufsetzte. Das er sich bereits ein paar der Pillen gegönnt hatte, musste ja nicht jeder sehen und mit den Händen in der Tasche ging er zufrieden in das Shoppingcenter und pfiff gut gelaunt ein Liedchen vor sich her.
Er fühlte sich agil und fit wie noch nicht an diesem Tag, was aber an den Pillen lag und er sah sich entspannt die einzelnen Läden an um ein Geschenk für seine Mutter zu besorgen. Sie hatte zwar nicht Geburtstag, aber Sanzo kaufte ihr immer gerne etwas und für Ayame hatte er erst gestern ein neues Buch besorgt. Sie wussten womit er sein Geld verdiente, tolerierten es aber. Er könnte soviele Berufe lernen und dennoch viel Geld verdienen, sagte seine Mutter immer wieder. Sie hatte zwar Recht, aber durch den Verkauf der Drogen kam das Geld wesentlich schneller als wenn er erst einen Beruf lernen würde. Er verdiente jetzt schon in der Woche besser als ein Richter oder ein Stararzt. Er hatte viel Geld und zeigte es auch gerne. Wenn man wie er aus der Gosse von Tokio kam und vorher im Leben nie genug zu essen hatte, dann rächte man sich an denen, die es einem unter die Nase gerieben haben. Er hatte sich ein brandneues Auto gekauft, eine Penthousewohnung in der Nähe des Casinos von Kobayashi und konnte seiner Mutter und seiner Schwester noch eine bessere Wohnung besorgen. Er war sichtlich zufrieden, während er an den Läden vorbei ging und vor einen Tee- und Souvenierladen stehen blieb, der eine kleine Drachenstatue anbot. Genau das richtige für seine Mutter, dachte er sich und betrat den Laden um sich die Statue zu besorgen. Das er dabei aus Versehen eine junge Frau anstieß, bemerkte er zunächst gar nicht. Erst als er das Gesicht sah, schmunzelte er und piekte ihr leicht mit dem Finger in die Seite.
"Dich hätte ich in den Kleidungsgeschäften vermutet Byuu"
sagte er amüsiert und griff sich die kleine Drachenstatue.
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Ayumi

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Mo Jun 25, 2007 11:55 pm

Genervt sah sie sich zwischen all den Souvenirs um, im Grunde nichts bestimmtes suchend. Noch immer war sie sichtlich übel gelaunt und hätte sie ihren Gedanken in die Tat umgesetzt, der sie gerade so sehr quälte, so hätte sie den Laden kurz und klein geschlagen. Aber das konnte sie nun wirklich nicht. Es würde sich nicht sonderlich gut machen, wenn in der Zeitung ein Artikel mit ihrem Bild auftauchte. Sie wandt sich zu einem Reagl herum im welchem sowohl die verschiedensten Teesorten, als auch Teegeschirr aufgebaut waren. Sie tat so, als interessiere sie sich für die Ware, sah sich in Wirklichkeit aber bloß nach einer Möglichkeit um, doch noch etwas Dampf abzulassen. Aber wahrscheinlich war dieses Geschäft dafür nicht der richtige Ort. Um ehrlich zu sein, langweilte sich die junge Frau bereits den lieben langen Tag und hatte den armen Schuldner nur aus Langeweile umgelegt. Wäre sie nicht so chronisch gelangweilt, hätte sie wohlmöglich gar nicht so überreagiert. Sie brauchte etwas Abwechslung. Eine Party wäre sicherlich eine solche Abwechslung. Doch soweit sie wusste, stieg ausgerechnet an diesem Tag mal wieder rein gar nichts.
Natürlich völlig ausersehen, fiel ihr eine der teuren Teeschalen zu Boden und zerbrach in unzählige Scherben. Sofort kam die Verkäuferin herbei geeilt. Aus ihrem Blick sprach Bestürzung und Ärgernis gleichermaßen. “Verflucht“, stieß Ayumi hervor und warf der kleinen, älteren Frau einen nicht minder verärgerten Blick zu. Diese schenkte ihr ein nervöses Lächeln, erwartete scheinbar das sich Ayumi bereit erklärte den Schaden zu ersetzen, oder sich zumindest zu entschuldigen. Als jedoch keine weiteren Worte der Sekretärin kam, schien es die Verkäuferin vorzuziehen nichts zu sagen um nicht den Ärger der Kundin auf sich zu ziehen. Sie eilte hinter ihre Ladentheke und kam mit einem Kehrblech zurück. Leise murmelte sie irgendwelche Worte vor sich her, die Ayu nicht verstehen konnte. Gerade als sie sich erkundigen wollte, was die Frau da vor sich her schimpfte, spürte sie wie man ihr in die Seite piekte.
Mit einem wenig erfreuten Ausdruck, in den braunen Augen, war sie im Begriff gewesen herum zu wirbeln um die Person, die es wagte sie anzufassen gehörig die Meinung zu sagen, als sie die Stimme der besagten Person vernahm. Mit einem, für sie, weitaus freundlichen Blick, drehte sie sich zu dem jungen Mann herum. “Dann kennst du mich aber schlecht Kuma“, grinste sie und warf kurz einen Blick auf die Verkäuferin, die an ihre Ladentheke zurück gekehrt war. Erst dann schaute sie auf die kleine Figur, die Sanzo sich gegriffen hatte. “Nett, planst du dein Schlafzimmer neu zu dekorieren?“ Die Frage war weder ernst gemeint, noch interessierte sie sich wirklich dafür, was er mit dem Drachen anstellen wollte. Sie fragt bloß aus Freundlichkeit. Denn obgleich sie Sanzo respektierte und ihn gar als guten, wenn nicht gar besten Freund bezeichnete, blieb sie doch noch immer die selbe, desinteressierte junge Frau. Was jedoch nicht bedeutete, dass sie ihm nicht zur Seite springen würde, sollte er Hilfe brauchen.
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Sanzo

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 12:22 am

Wie lange er die junge Frau schon kannte wusste er schon gar nicht mehr, aber es mussten schon zwei Jahre vergangen sein, als er sie das erste mal in dem Casino ihres Vaters gesehen hatte, als er gerade dabei war eine neue Lieferung aus zu handeln. Er erinnerte sich noch genau daran, wie sie in ihrem weißen Hosenanzug neben ihrem Vater stand und alles genau beobachtete. Auch die Gesichter der alteingesessenen Geschäftsmänner hatte er noch genau im Kopf. ie entgeistert sie geguckt haben als er ihnen Möglichkeiten erklärte mehr Geld zu machen ohne die Ware zu sehr zu strecken und mehr Kunden zu bekommen. Für ihn hatte es sich mehr als gelohnt in die Kreise der Four Dragons zu kommen undebenso für seinen Geldbeutel der seit dem Tag stets gefüllt war. Er war stolz darauf was er geschafft hatte und gab zwar nicht unnötig damit an, zeigte es aber hin und wieder ganz gerne. Ayumi gehörte mittlerweile zu seinen engsten Freunden und er mochte sie einfach. Ihm gefiel ihre kühle Art. Und das genervte Auftreten, das sie gerade an den Tag legte, ließ ihn schmunzeln. Sie schien nicht die beste Laune zu haben und einen Moment überlegte er noch ob er sie noch etwas trietzen sollte. Er wusste das man sie beser nicht unnötig sauer machte und hatte schon einige dabei beobachtet, wie sie plötzlich mit einer Kugel im Körper auf dem Boden lagen. Das sie eine der Teeschalen zerbrochen hatte und die alte Verkäuerin leise vor sich her fluchte bedachte er mit einem schmunzelnden Kopfschütteln, bevor er an die Theke trat um die kleine Statue zu bezahlen. Er war noch immer in seinem Rausch und man sah es ihm sogar etwas an. Er hatte Schwierigeiten seine Finger still zu halten und wippte im Takt eines Liedes, das ihm durch den Kopf ging, mit dem Fuß. Ihm war es ziemlich egal und so holte er einfach das Geld aus seiner Tasche und sah noch einmal zu Ayumi, bevor er der Verkäuferin auch noch das Geld für die Teeschale in die Hand drückte und den Drachen in einer Tüte verstaute.
"Vielleicht können wir mein Schlafzimmer ein anderes mal umdekorieren"
scherzte er zweideutig als er wieder zu ihr ging und klemmte sich die Tüte unter den Arm, um mit der freien Hand nach der von Ayumi zu greifen und sie aus dem Laden zu ziehen, damit sie nicht noch mehr kaputt machte. Vor dem Laden ließ er wieder von ihr ab und sah sich kurz um. Von Pilzei schien keine Spur zu sein und so griff er einfach in seine Tasche, förderte eine kleine weiße Pille zu Tage und steckte sie sich in den Mund, bevor er schmunzelnd zu kauen anfing. Er wusste das Ayumi auch gern feierte, aber anbieten wollte er der Tochter seines Bosses nichts. Wenn sie etwas haben wollte, dann musste sie nur fragen das wusste sie genau und sie musste nicht mal zahlen.
"Während wir zwei jetzt weiter die Läden unsicher machen, erzählst du mir warum du so übel drauf bist"
meinte er nur und legte ihr grinsend den Arm um die Schulter, während er mit ihr weiter ging. Dann machte er es sich jetzt zur Aufgabe ihre Laune zu heben. Er schob seine Sonnenbrille ein Stück höher als ihnen ein Wachmann entgegen kam und ließ sich nichts anmerken. Er wurde noch nie erwischt und so sollte es auch bleiben.
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 1:06 am

Kurz musterte sie den jungen Mann. Sie kannte ihn nun gut zwei Jahre und konnte wirklich sagen, dass er nicht nur wusste was er tat, sondern zudem auch noch ein wahrer Freund war. Vor knapp zwei Jahren, hatte er im Casino ihres Vaters gestanden und diesem tatsächlich versucht zu erklären, wie man die Ware besser unters Volk bringen konnte und er hatte sich als klugen Geschäftsmann heraus gestellt. Während ihre Schwester eher wenig Interesse an seinen Ausführungen gezeigt hatte, hatte sie ihm ganz genau zugehört. Nun, er konnte sich schließlich durchsetzen und bis heute, hatte sich sein Konzept bewährt.
Sie wusste, dass er stolz auf sein Können und ebenso darauf, in den Kreisen der 4Dragons zu sein, war, zeigte dies aber meist nicht ganz so offen wie sie es tat. Zwar ging sie nicht damit hausieren und gab auch nicht damit an, wer ihr Vater war, obgleich sie sein Geld immer wieder gern nahm und umsetzte. Doch verschwendete sie das Geld auch nicht, zumindest nicht in ihren Augen. Sie gönnte sich gern mal die ein oder andere Kleinigkeit, war aber auch nicht am Dauershoppen.
Sie hob die feingeschwungenen Augenbraun, als sie sah, dass Sanzo deutlich mehr Yen auf die Theke legte, als die Drachenskulptur kostete, ging aber auch nicht weiter darauf ein. Nachdenklich beobachtete sie ihn. Würde sie es nicht besser wissen, hätte sie glatt gesagt er sei nervös, doch da sie ihn kannte, ahnte sie bereits, woher seine Wipperei herrührte.
“Wohlmöglich werde ich irgendwann darauf zurückkommen,“ schmunzelte sie auf seine Bemerkung hin und ließ sich ohne zu protestieren von ihm aus den Laden ziehen. Neben ihm blieb sie stehen und ließ den Blick über die Passanten schweifen, während er eine seiner Pillen einschmiss. Diesmal war sie es, die ihm in die Seite Piekte. “Solltest du die Dinger nicht verkaufen, anstatt selbst zu verwerten?“ grinste sie.
Ayu ließ es zu, dass er ihr einen arm um die Schultern legte und ließ es sich nicht nehmen, ihren Kopf an seine Schulter zu lehnen. “Ach…Du weißt doch wie es ist wenn Jemand nicht zahlen will…Ich bin mal wieder etwas ausgerastet“ Trotzallem zierte ein Lächeln ihre Züge. Sanzos bloße Gegenwart sorgte bereits dafür, dass sie allmählich wieder bessere Laune bekam und weshalb sollte sie sich auch wegen eines doofen Zwischenfalls den ganzen Tag vermiesen lassen?
Ihr Blick streifte den des Wachmannes, der sie reichlich wenig interessierte. Sie beide waren ebenso wenig auffällig wie irgendein anderes Pärchen das durch das Shoppingcentre lief.
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Sanzo

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 1:32 am

Das nehme ich als Versprechen"
erwiderte auf ihre Worte hin und grinste verschmitzt, während er neben ihr durch das Shoppingcenter ging und sich die vielen verschienen Leute ansah. Viele von ihnen kannte er als Kunden und er war überrascht zu sehen das einige von ihnen mit ihrer Familie hier waren. Hin und wieder nickte er dem ein oder anderem grüßend zu, wechselte aber wegen der Anonymität kein Wort mit ihnen. Einige von ihnen hatten Freundinnen, die nichts von den Geschäften ihrer Männer wissen sollten und Sanzo behielt es so bei. Das war wohl seine Art von Ehrenkodex unter Dealern und die Verschwiegenheit machte sich immerhin gut bezahlt. Während sein Arm um ihre Schulter lag, konnte er etwas unter dem Blazer spüren und r brauchte nicht lange um zu erraten das es sich dabei um ein Schulterholster für eine Waffe handelte. Er selbst hatte seine Waffe im Wagen gelassen und hielt nicht allzu viel von roher Gewalt. Seine Waffe war sein Wissen und das genügte völlig aus. Und wenn nicht, dann hatte er immernoch ein paar kleine Freunde aus Blei, die schneller waren als seine nicht zahlenden Kunden. Aber er vermied es dennoch davon Gebrauch zu machen. Das Shoppingcenter war gut gefüllt und hier und da stieß Sanzo versehentlich gegen einen Mann oder eine Frau, die sich vor den Schaufenstern die Waren ansahen.
Er wusste ganz genau was es hieß wen jemand nicht zahlen wollte und war nicht selten dabei, wenn dieser Jemand seine Strafe erhielt. Und das Ayumi mal wieder ausgerastet war, war für ihn Erklärung genug und er lachte kurz, als er sich vorstellte wie sie vor dem Mann stand, der ihr oder ihrem Vater Geld schuldete und ihn anfuhr, wie eine wildgewordene Furie. Und das er die Pillen lieber verkaufen sollte, als sie einzuwerfen, bedachte er mit einem unschuldigen Blick über die Gläser seiner Sonnenbrille hinweg und zuckte knapp mit den Schultern. Das was er sich zwischendurch einwarf, nahm er sich von seinem Eigenbedarf und das was er verkaufen sollte befand sich sicher und gut versteckt in seinem Wagen. Durch die chemische Substanz, mit der die Plastiktüte eingerieben war, konnten auch Drogenhunde nichts finden und das war alle mal besser als normales Kaffepulver zu verwenden.
"Ich hab eine Idee"
sagte er schmunzelnd und steuerte auf ein kleines Café zu, das recht gemütlich aussah und in dem nicht allzu viel los war.
"Du lässt dich jetzt von mir zu einem Kaffee oder einem Tee einladen und als Gegenleistung gehst du bald wieder mit mir ins Sands um zu feiern"
erklärte er und nahm den Arm von ihrer Schulter um sie an der Hand zu nehmen und sie spielerisch um einen Tisch zu einem Stuhl zu dirigieren. Er selbst nahm ihr gegenüber Platz und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Etwas zu trinken war jetzt das was er brauchen konnte und Ayumi konnte sicher auch etwas entspannung brauchen. Er feierte gern mit ihr und war schon seit fast zwei Wochen nicht mehr im Sands. Langsam mussten dort wieder neue Großkunden zu finden sein und zudem konnte er auch gleich seine Mutter bei einer ihrer Schichten erwischen um ihr das monatliche Geld zu geben. Lächelnd sah er Ayumi an und wartete sowohl auf eine Antwort, als auch auf die Bedienung.
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Cho

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 12:54 pm

7 junge Frauen saßen wie die Hühner auf der Stange, in eine der angesagtesten Boutiquen der Stadt und warteten darauf das der Vorhang zur Kabine auf ging. Verkäuferinnen standen in der Nähe, bereit sich um die Kundschaft zu kümmern und den Mädchen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Es dufte dezent nach Orchideen, leise Musik untermalte das feine Ambiente und die neuste Mode hing an den Kleiderständern. Ja es wurde für die Kundschaft alles getan um den Griff zu Geldbörse zu erleichtern. Die jungen Damen hatten Tassen mit Tee in de Händen, trugen selbst die modernsten Kleidungsstücke und neben ihnen standen Tüten mit ihrer Beute auf dem Boden. Der Laden war so Nobel, das an den Kleidern keine Preisschlider hingen. Selten lies sich hier jemand Blicken, der nicht aus gutem Hause stammte und wurde dann auch gleich wieder raus komplementiert. Keines der Mädchen brauchte sich darüber Gedanken zu machen, alle stammten aus wohlhabenden Häusern und würden zur High Society von Tokio gehören. Geld gesellte sich nun mal gerne zu Geld.

Cho komm endlich raus und zeig wie es aussieht Cho seufzte und zog den Vorhang auf. Sie trug Schuhe mit leichten Absatz und ein schwarzes Abendkleid. Der Stoff des Knielangen Kleides war durchsichtig und so geschickt zusammen genäht das nicht wirklich etwas darunter zu sehen war. Der Ausschnitt des Kleides war V – Förmig und wurde am Busen durch einen schmalen Streifen zusammen gehalten. Wie ein Model schwang Cho nach vorne, drehte eine Runde und posierte für ihre Freundinnen. Schon seit der Unterricht zuende waren, plünderten die Mädchen verschiedene Läden und gaben das Geld ihrer Familien, Freunde oder wie in Chos Fall zukünftigen Ehemännern aus. Die junge Braut, wurde kritisch beäugt, musste sich noch einmal drehen und dann riet man ihr das Kleid zu kaufen. Cho zog sich lächelnd in die Kabiene zurück und zog den Vorhang wieder aus. Von draußen hörte sie das leise gekicher und getuschel ihrer Freundinnen. Ihr Blick viel in den Spiegel. Hm sie sah anders aus, erwachsener als sonst. Die Farbe war ihr zu dunkel, der Schnitt zu freizügig und doch würde sie es wirklich kaufen. Heute wollten die Mädchen in einer Club oder Bar treffen und feiern. Cho betrachtete sich weiter im Spiegel zog dabei in sanften Bewegungen ihr Kleid aus und legte es zur Seite. Einen BH konnte sie darunter nicht tragen und so stand sie nun in einen String da. Bin ich schön? Werde ich meinen Verlobten gefallen? Sie drehte sich im Kreis, versuchte sich mit den Augen eines Mannes zu sehen und gab dann auf. Cho zog sich ihren BH, einen knielangen schwarzen Rock und ein weißes, eng anliegendes Shirt an. Mit dem Kleid kam sie raus und zahlte mit der Kreditkarte ihres Verlobten. Ihre Freundinnen verließen sie draußen vor dem Laden und machten sich auf dem Weg nach Hause. Die Mädchen wollten sich stylen und umziehen.

Cho hatte in beiden Händen Tüten mit ihren Schätzen. Sie schaute sich um und ging zu einen Laden, der Verkäuferinnen suchte. Vielleicht gaben sie Cho ja den Job und sie konnte für einige Zeit sehen, wie es war zu arbeiten. Bevor sie eine Ehefrau war, wollte sie für kurze Zeit selbständig sein. Und Schuhe zu verkaufen durfte wirklich nicht schwer sein, vor allem für eine Frau. Mit einen flauen Gefühl im Bauch stellte sie sich drinnen vor und bewarb sich für den Job. Es war aufregend und neu für sie. Noch nie hatte so etwas versucht, blieb höflich und bei der Wahrheit, aber schon 5 Minuten später verließ sie enttäuscht den Laden. Sie hatte keine Erfahrung und schien ungeeignet zu sein. Toll, wie sollte sie Erfahrung sammeln, wenn ihr niemand eine Chance gab? Die Absage löste ein schlechtes Gefühl in ihrer Magengegend aus. Sie hatte so gehofft eine Zusage zu bekommen.

Die Junge Frau griff in ihre Tasche, zückte ihr Handy und wählte die Nummer ihres Bruders. Dieser Anschluss ist zur Zeit nicht zu erreichen, bitte Hinterlassen sie eine Nachricht auf der... Schon hatte sie aufgelegt. So ein Mist! Was machte ihr Bruder nur wieder? Also bei ihm würde sie keinen Trost finden, nun ja ihm konnte sie das mit der Jobsuche eh nicht sagen. Er würde ihr das sicher ausreden oder es ihrem Vater sagen. Frustriert steckte sie das Handy wieder ein und ging weiter. An einem Stand kaufte sie sich eine Waffel mit Erdbeereis. Wenn sie schon nicht mit jemanden reden konnte, würde sie sich was gutes tun. Mit der Waffel setzte sie sich auf eine Bank. Die Bank war an einer Wand und stand so keinen der anderen Passanten im Weg. Ihre Tüten landeten neben ihren Beinen und Cho beobachtete das Gewussel um sich herum. Mit der Zunge schleckte sie nach dem süßen Eis und schaute nun zufrieden. Ok sie hatte den Job nicht bekommen, dafür genoss sie aber nun Erdbeereis.
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Asakura
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 12:57 pm

Kasumis Laune hatte sich erheblich gebessert. War sie doch am sehr späten Morgen mit einem schrecklichem Kater aufgewacht und die Katzen hatten ihr zu allem Überfluss auch noch ein sehr teures Sofa zerfetzt, anstatt ihren Kratzbaum zu verwenden. Kasumi hatte am Abend zuvor vergessen eine Schutzdecke darüber zu legen da sie einfach zu betrunken und müde gewesen war.
Gegen die Kopfschmerzen hatte sie eine Tablette genommen um dann danach sofort bei verschiedenen dieser Firmen, die Sofas und Bezüge verkauften, anzurufen, um einen neuen Bezug für ihr Sofa zu besorgen. Die Preise hatte sie verglichen, das Beste und preisgünstigste genommen und sich bei der Gelegenheit noch einen neuen Schrank für ihre Waffen gekauft. Der Mann der ihr den besagten Schrank am nächsten Tag liefern würde hatte natürlich keine Ahnung für was Kasumi ihn zu verwenden gedachte, auch wenn ihn das vielleicht sogar brennend interessiert hätte.
Danach hatte sie bei einem Restaurant angerufen, sich einen kleinen kalorienarmen Snack zum Frühstück bestellt und war nach dem Essen sofort aufgebrochen um Abastet und Moa-li Katzenfutter und Tunfisch zu besorgen, den die beiden so sehr mochten. Kasumi hatte sich angewöhnt den Tieren jede zweite Woche etwas Tunfisch unter das Futter zu mischen. Die Idee war bei Abastet und Moa-li sofort angekommen und Kasumi tat sich schwer den beiden Schönheiten nicht jede Woche den Leckerbissen ins das Nassfutter zu geben. Sie hatte schließlich zu verantworten, dass die beiden nicht zu dick wurden, durften sie doch nicht auf die Straße. Kasumi hatte einfach zuviel Angst, dass die Siberian Cats von einem Auto überfahren, von irgendeinem Baum herunter fielen und sich lebensgefährlich verletzten, von einer anderen Katze, oder gar von einem Hund, angefallen und totgebissen wurden, nur weil sie aus Versehen, weil unwissend, in deren Revier eingedrungen waren.

Als die beiden Siberian Cats ihr Futter schließlich serviert bekommen hatten, war Kasumi ins Bad gegangen um zu duschen, hatte sich die Haare geföhnt, durchs Glätteeisen gezogen, Glanzspray auf die langen blonden Haare aufgetragen und etwas Make-up aufgelegt, eher wenig, da es sonst zu künstlich wirken würde. Als sie mit sich und ihrem Aussehen zufrieden war, hatte sie vor ihrem Kleiderschrank gestanden und überlegt was sie anziehen solle. Obwohl dieser bald überquellte vor Kleidung, die sie entweder kaum getragen, oder zu groß beziehungsweise zu klein war, hatte sie diese aussortiert und in die Altkleidersammlung gesteckt. Als nächstes hatte sie sich dazu entschieden heute ausgiebig shoppen zu gehen, da sich ihre Anzahl an Kleidung nun doch radikal verringert hatte.

Kasumi hatte die Schuluniform gegen einen sehr kurzen, schwarzen, an den Seiten gerafften Minirock aus Stoff, gegen ein paar, wie sie fand, absolut hinreißende High Heels in Silber, ein weißes Top mit schwarzer Schrift und eine beige farbene Jacke, die ihr ungefähr nur bis zur Taille ging und eine Kapuze mit künstlichem Fell an den Rändern hatte, eingetauscht. Schmuck, bis auf ein Paar dezente dunkle Ohrringe, hatte sie keinen, er hätte zu dem ganzen Outfit einfach nicht gepasst, aber in ihren Haaren steckte eine Sonnenbrille, die nicht unbedingt dazu gedacht war die Augen zu schützen, sondern eher als ein sehr wichtiges Zubehör fungierte.
Wie sie nun herumlief glich sie eher einem dieser reichen Society Girls, als wie eine normale japanische Oberschülerin, geschweige denn wie eine Undercoverpolizistin im Dienst. Gut, im Dienst war sie eh nicht.
In der linken Hand hielt Kasumi bereits eine beachtliche Anzahl an Tüten und Taschen von irgendwelchen Nobelboutiken, deren Anzahl sich im Laufe der nächsten Stunden sicherlich noch erhöhen wird, in der rechten ihr Handy mit einem aufwendigen Anhänger und an der Schulter baumelte eine dieser Modischen Handtaschen. In letztere hatte sie neben ihrem Geld, den Kreditkarten, den Ausweisen und Pässen, ihren Schlüsseln, verschiedenen Sorten Kaugummi und dem Notfall-Make-up noch ihre Waffe gesteckt, man konnte schließlich nie wissen und vorsichtig genug sein. Wer weis was für perverse und notgeile Geschäftsleute und Yakuza sich auf den Straßen herumtrieben.
Gut gelaunt schlenderte Kasumi zwischen den Geschäften hindurch, schlängelte sich geschickt an den Menschen vorbei, wobei sie weiterhin in den Schaufenstern nach irgendwelchen Kleidern, Schuhen, Ketten und anderem Ausschau hielt, die nicht besonders teuer, aber auch nicht besonders billig waren.
Dann sah sie jedoch ein Paar wunderschöner brauner Stiefel, von denen sie wusste, dass sie in Amerika gerade im Trend waren, in einem großen Schuhladen. Praktisch sofort lief sie zu besagtem Geschäft um das Schuhpaar anzuprobieren und zu kaufen. Zufrieden mit sich selbst kam sie etwa 45 Minuten wieder aus dem Schuhgeschäft, allerdings mit mehr Kartons als für ein Paar Schuhe notwendig gewesen wären. Kasumi hatte nicht nur das eine Paar Stiefel gekauft, sondern bei der Gelegenheit noch drei Weitere Paare. Ein paar neue High Heels in schwarz, zwei Paar Sneakers in rot und schwarz und das Paar besagter brauner Stiefel mit Absatz. Kurz sah sie sich um.
Für einen Moment hatte Kasumi gemeint beobachtet zu werden, konnte jedoch niemanden sehen der dies tat. Schließlich zuckte sie nur mit den Schultern und wandte sich zum gehen. Das Gefühl beobachtet zu werden hatte sie öfters und nicht immer entsprach es der Wahrheit.
Vor einem Schmuckgeschäft stoppte sie erneut um sich die große Auswahl an Schmuckstücken wie Ohrringen, Ketten und Kolliers im Schaufenster anzusehen. Ihr Blick hielt vor einem absolut hinreißenden Kollier aus Silber und Diamanten, an dem kein Preisschild hing. Das Teil sah so teuer aus, das Kasumi sich nicht einmal die Mühe machte in das Geschäft zu gehen, um zu fragen wie viel dafür verlangt wurde. Das Schmuckstück würde so oder so ihr Monatsgehalt als Undercoverermittlerin sprengen. Ihr Blick glitt höher, zu einem Paar nicht minder schönen Ohrringen, die offensichtlich zu dem Kollier gehörten. Doch im Gegensatz zu dem Kollier lag neben diesen ein kleines Schild das in kleinen, schlanken und elegant gearbeiteten Lettern den Preis verkündete.
Kasumi musste schlucken. Selbst die Ohrringe kosteten soviel wie sie noch nicht einmal in zwei Monaten verdiente.
So etwas werde ich mir nie leisten können.
Schließlich bedachte die Polizistin den Satz an Schmuck mit einem letzten Sehnsüchtigen Blick um auch dem Rest des Schmuckes bewundernde Blicke zu zuordnen. Vielleicht fand sie doch noch ein schönes Stück, um ihre Sammlung zu bereichern.
Dies war nicht der Fall und so beschloss sie sich zu Macs zu begeben, um ein etwas verspätetes Mittagessen zu sich zu nehmen. Auf dem Weg dorthin entschied sie sich dann jedoch dafür das Essen nicht direkt bei Macs zu verspeisen, sondern es für den Abend mitzunehmen. So musste sie sich keine Fertigpizza in den Ofen schieben, wie sie es in letzter Zeit häufig tat. Etwas anderes außer Fertiggerichte die man nur warm machen musste bekam sie leider nicht hin, ohne irgendetwas in die Luft fliegen zu lassen, zum Brennen zu bringen, oder es in braunen Matsch zu verwandeln.
Schließlich glücklich bei Macs angekommen, bestellte Kasumi einen Burger, Pommes und Salat, dazu noch eine große Zuckerfreie Cola. Die Cola würde sie jetzt trinken, sie war mit ihrer Shoppingtour ja noch lange nicht fertig, eher erst am Anfang.
Als sie bezahlt und wieder draußen war lächelte sie kurz. Männer würden so eine Tour nicht durchhalten und sie bereute es Nadja nicht hier zu haben. Als sie mit ihr damals in Moskau war, hatten sie eine ähnlich lange Shoppingtour gestartet bei der dann allerdings noch zwei Jungs aus ihrer Einheit mit waren. Die Jungen waren bereits nach drei Geschäften auf der Strecke geblieben und hatten den restlichen Tag bei Mac Donalds und in einer der zahlreichen Kneipen verbracht. Als Kasumi und Nadja um Zwölf Uhr nachts dann schließlich quietschvergnügt, todmüde und trotzdem gut gelaunt, mit tausenden von Tüten und Taschen bepackt, bei den beiden wieder ankamen, hatten sich die Kerle nur einen Vogel gezeigt was die beiden antraf und sie mit dem Auto nach Hause gebracht. Auf der Fahrt waren Nadja und Kasumi total erschöpft eingeschlafen und selbst dann nicht aufgewacht als die Jungen sie ins Bett trugen.
Aber Nadja war zurzeit in Russland, genauer gesagt in Nishnij Nowgorod. Oder war es gar eine andere Stadt? Über Nadjas Einsätze hatte sie so gut wie den Überblick verloren. Vielleicht war sie auch im Moskauer Becken, vielleicht auch im Wolga Ural-Revier. Im Endeffekt war es doch auch egal wo sie gerade steckte. Fakt war, sie war nicht bei Kasumi um mit ihr zusammen zu shoppen, sondern in Russland um irgendwelche russischen Mafioso die Drogen verkauften und ihr Geld zudem noch mit Menschenhandel verdienten, ins Gefängnis zu bringen. Kasumi war, wenn sie ehrlich war, auch etwas neidisch auf Nadja. Sie hatte einen aufregenden, wenn auch anstrengenden und nervenaufreibenden Job, beim einfangen von entflohenen, Menschenhandel betreibenden, Drogen dealenden russischen Mafioso, und sie saß hier in Japan bei den Yakuza, die auch nicht mehr das sind was sie mal waren, fest. Keine explodierenden Gebäude wichtiger Persönlichkeiten, keine aufregenden Schusswechsel auf offener Straße, nur ab und zu eine entführte und ziemlich tote Yakuza Tochter, Schutzgelderpressungen, explodierende Autos und irgendwelche diebischen Huren die für die japanische Mafia arbeiteten. Nadja war wenigstens Erfolgreich was das einfangen der russischen Mafia anbetraf, doch Kasumi konnte selbst mit ihrer Undercoverarbeit bei den Four Dragons nicht besonders viele Erfolge melden. Die Dragons waren einfach zu viel im Untergrund gewesen und wussten sich erstklassig zu tarnen in allem was sie taten. Noch dazu war Kasumi, so weit sie zumindest wusste, allein auf den Fall der Four Dragons angesetzt. Kasumi entwich ein resigniertes Seufzen, ehe sie blitzschnell aufsah und sich umblickte.
Schon wieder?
Wieder war da dieses Gefühl gewesen beobachtet zu werden, doch wieder konnte sie niemanden entdecken. Nachdem sie sich sehr genau umgesehen hatte und niemanden entdeckte, musste sie in Gedanken über sich selbst lachen. Leidete sie nun auch an Verfolgungswahn?
Da ihr nun etwas schwindelig war, beschloss sie in ein Geschäft zu gehen und sich etwas Schokolade zu kaufen. Ihr Blutzucker war total im Keller, hatte sie doch bis jetzt kaum etwas gegessen, bis auf den bestellten kalorienarmen Snack des Restaurants heute Morgen. Auch die Zuckerfreie Cola war da nicht unbedingt fördernd.
In einem der Geschäfte fand sie eine Schachtel sehr appetitlich aussehender Pralinen, die zwar sehr teuer und für das Geld verhältnismäßig wenig Inhalt hatte, doch absolut vorzüglich schmeckten. Wenn sie könnte würde sie dem Schokolatier eine Goldauszeichnung für seine Kreation verleihen.
Glücklich Pralinen kauend schlenderte Kasumi nun weiter. Ihr Schwindelgefühl war vergangen, die Dämmerung war bereits angebrochen und sie hatte für ihre Verhältnisse bis jetzt noch eher wenig an Kleidung und Schuhen gekauft. Dies musste sie rasch ändern. Wehmütig dachte sie an das Kollier und die Ohrringe zurück. Das Geld für diese Schmuckstücke würde sie wohl niemals zusammen bekommen, es sei denn einer der Four Dragons oder ein Yakuza Boss würde sie spontan mal eben heiraten. Aber ein Leben an der Seite eines Kriminellen? Nie im Leben, da würde sie doch eher Undercoveragentin bleiben, wenn auch mit einem niedrigen Gehalt und haufenweise Überstunden. Als es plötzlich leicht zu regnen begann sah sie kurz in den Himmel hinauf um dann schnell unter den Eingang eines Geschäftes zu flüchten. Aus einer Jackentasche holte Kasumi ihren I-Pod und schaltete ihn ein. Die letzten Takte von Gackts „Birdcage“ verklangen gerade um dann in die des Songs „Rain“ überzugehen.
Wie passend!
dachte Kasumi mit ironischem Unterton und drehte den Song etwas lauter. Kurz schien sie zu überlegen, dann schaltete sie noch die Endlosschleife ein, setzte die Kopfhörer in die Ohren und ging in das Geschäft um sich einen Schirm zu kaufen. An einen gedacht hatte sie natürlich nicht, schon allein deshalb weil sie den Wetterbericht heute Morgen nicht gesehen hatte.
Wieder draußen spannte sie diesen auf um mit der Stimme Gackts im Ohr weiter shoppen zu gehen. Von Regen ließ sie sich auch nicht aufhalten, als sie an einem Geschäft vorbei kam, welches Abendkleider verkaufte. Nach einem kurzen Blick ins Schaufenster ging sie schließlich hinein um ein kurzes Schwarzes, sehr hübsches Kleid anzuprobieren.


Zuletzt von am Di Jun 26, 2007 8:03 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 1:46 pm

Sie knabberte gerade an der Waffel, als sich die Himmelstüren öffneten und es begann zu regnen. Cho sprang auf, warf die Waffel in den Müll und schnappte ihre Tüten. Sie rannte los, schlängelte sich an Passanten vorbei und flüchtete in einen der Läden. Mist sie war ganz nass und ihr Oberteil leicht durchsichtig. Hm sie würde etwas warten, hoffen das es aufhörte zu regnen und dann schnell nach Hause gehen. Cho wollte sich noch duschen, schminken und das neue Kleid anziehen. Ihre Freundinnen und sie würden sicher viele Blicke einheimsen. Hm vielleicht sah sie auch ihren Bruder, auch wenn dieser dann wieder den Beschützer spielen würde. Cho mochte es nicht wenn er gemein zu anderen Jungen war, nur weil diese sich seiner Schwester näherten. Wenn sie wüsste was die Männer in ihrer Familie machten, wenn sie nicht Zuhause waren, wäre sie entsetzt gewesen. Gut sie wusste das es die Yakuza gab und das diese Menschen gefährlich waren, aber sie hatte keine Ahnung das ihre Familie darin verwickelt war. Für sie war ihr Vater ein Arbeitstier, das selten Zuhause war. Durch seine Anzüge, hatte sie noch nie die Tätowierungen bemerkt und sie hatte sich nicht getraut zu Fragen mit was er sein Geld verdiente. Ihren Bruder hatte sie zwar schon mit Tätowierungen gesehen, sich dabei aber nichts gedacht. Sie selbst würde auch bald eine Tätowierung haben, auf Wunsch ihres Verlobten.

Na hier war sie noch nicht gewesen! An den Kleidern waren Preisschildern und es roch auch nicht so angenehm. Neugierig ging sie weiter in den Laden, schaute sich um und fühlte sich langsam wohl. Die Klamotten hier sahen gut aus und schon war sie wieder beim Shoppen. Die Abendkleider waren wirklich toll und sie nahm sich ein weißes von der Stange. Da die Kabinen besetzt war, wartete sie davor und hielt sich das Kleid an den Körper. Das Kleid war viel kürzer als ihre anderen Sachen, hatte keine Träger und schien sehr eng zu sein. Steht mir das? Kann ich so etwas tragen oder ist es nicht angemessen? Cho posierte vor dem Spiegel, störte sich nicht an den Blicken der anderen Frauen und hielt weiter das Kleid an sich. Dann war endlich eine Kabine frei und sie huschte rein. Ihre Tüten landeten in einer Ecke und Cho zog sich aus. Wieder musste sie den BH ausziehen, sonst hätte es komisch ausgesehen. Das Kleid saß sehr eng, betonte die weiblichen Rundungen von Cho und war wirklich knapp. Sie zog den Vorhang zur Seite, kam raus und bewegte sich etwas im Laden. Sollte sie es wagen und es sich das Kleid kaufen?
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 2:57 pm

Kasumi mochte das Geschäft, seit sie es betreten hatte. Es war groß, hatte schöne Kleider und ihr favorisiertes Schwarzes hatte sie auch sofort gefunden als sie danach gesucht hatte, da das Geschäft angenehm aufgeräumt war. Bei der Gelegenheit hatte sie nicht nur das kleine Schwarze mitgenommen, sondern auch ein schönes schwarzes Kleid im typischen Chinastil. Der Stoff war eindeutig Seide, die Stickereien zeigten Drachen, Phönixe und aufwendige Blumenmuster, die sie als Orchideen und Lotuspflanzen erkannte. Kasumi überlegte kurz wie man solche Kleider noch einmal nannte. Ach ja, Cheongsam oder so ähnlich. Als sie nach weiteren schönen Kleidern suchte kam sie an den Umkleidekabinen vorbei. Na super, es war eindeutig zu voll dort. Würde sie halt noch etwas warten müssen. Seufzend machte sie sich auf die Suche nach weiteren Cheongsam. Die chinesischen Kleider gefielen ihr merklich, und sie würde sicherlich mit mindestens dem schwarzen heute nach Hause kommen. Kurz kam sie an einem anderen Ausgang vorbei, gerade in dem Moment als ein starker Luftzug hereinwehte. Ihr Rock wurde leicht angehoben und für einen Moment wurde die Rose sichtbar. Hastig drückte Kasumi den Rock nach unten und entfernte sich schnell von dem Ausgang. Doch sie hatte wirklich Glück im Unglück: Als sie sich abwandte um von der Quelle des Luftzuges wegzukommen lief sie praktisch in einen Kleiderständer hinein. Als sie diesen dann etwas näher untersuchte, genauer, die Kleider die dort hingen, fand sie ein absolut hinreißendes beige farbenes Kleid aus Stoff mit tiefem Ausschnitt und Raffungen an den Seiten, die die Beine bis zu einem gewissen Punkt oberhalb des Knies sichtbar machten. Auch ein Ziergürtel aus Stoff in einer etwas dunkleren Farbe lag dabei. Das Kleid legte sie sich über den Unterarm, zu den anderen beiden. Nun brauchte sie noch ein passendes Accessoire zu all diesen Kleidern. Suchend sah sie sich nach einem Ständer für so etwas um. In der nähe der Kasse stand einer und so lief sie in diese Richtung. Für das Cheongsam brauchte sie keinen Schmuck, wenn überhaupt dann nur zarte, lange Ohrringe ebenfalls in schwarz. Für das von ihr favorisierte kurze Schwarze würde sie eine lange Kette mit aufwendigem Anhänger in Silber, Grau oder Schwarz nehmen müssen. Für Gold entschied sie sich bewusst nicht, erstens machte es alt, genauso wie Perlen, und zweitens passte es zu Kasumi selbst nicht. Schließlich hatte sie blonde Haare und wenn sie dann auch noch goldene Ohrringe oder Ketten tragen würde...
Nun war sie aber vom Thema abgekommen. Sie suchte nach passendem Schmuck für das beige farbene, doch dazu wollte ebenfalls kein Schmuck so wirklich passen. Also schön, kein Schmuck für das Kleid in beige. Nun würde sie aber doch zu den Umkleiden gehen müssen, um nicht in Gefahr zu geraten noch mehr Kleider zu finden, die ihr gefielen.
Es war immer noch zu voll wenn es nach ihr ginge. Warum mussten diese Frauen auch immer dann shoppen wenn ausgerechnet Kasumi ebenfalls neue Kleidung brauchte? Seufzend lehnte sie sich gegen die Wand die etwa zwei Meter vor den Kabinen stand. Kurz betrachtete sie noch einmal die Kleider die sie gedachte anzuprobieren. Alle waren in Größe Small und müssten ihr eigentlich passen. Trotz des Regens und der vollen Umkleide hatte sie wieder gute Laune. Gackt trällerte in ihrem Ohr immer noch „Rain“ und Kasumi hatte auch mal Zeit sich die Umkleidekabinen anzusehen. Sie waren genau von der Sorte Kabinen wo Spanner sich nur bücken brauchten, sich die Schuhe zu binden um gleichzeitig einen Blick unter dem Vorhang zu riskieren.
Kasumi schüttelte leicht den Kopf. Na sobald sie einen erwischen würde der das tat... sie würde sich ohne zu zögern mit ihm anlegen.
Kurz sah sie auf als ein junges Mädchen aus einer der Kabinen trat. Das Kleid stand ihr gut, es betonte die Brüste und Kasumi hätte ihr dieses wohl ohne zu zögern empfohlen. Aber darum ging es ihr nicht. In der Hoffnung, dass nun endlich eine Kabine frei wurde trat sie näher um in die Umkleide hineinzusehen. Nein Fehlanzeige. Die Taschen des Mädchens waren noch darin, also schloss Kasumi das sie wohl noch nicht fertig war. Enttäuscht lehnte sie sich zurück an die Wand. Das Mädchen hatte jedoch nur ein Kleid zum Anprobieren und so beschloss Kasumi sich dazu sie zu fragen wie lange sie noch bräuchte, wenn sie zurück war. Als die Besitzerin der dann nach einer Runde im Geschäft wieder zu ihrer Kabine kam, trat Kasumi näher.
Entschuldigung? Das Kleid steht ihnen gut, und ich wollte eben fragen wie lange sie noch brauchen.
Kasumi wusste, dass sie wie siebzehn aussah, doch das konnte sie nun auch nicht ändern, war sie doch in Wirklichkeit drei Jahre älter.
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 5:41 pm

Ja Cho würde dieses Kleid kaufen, auch wenn sie es wahrscheinlich niemals tragen würde. Es war einfach zu sinnlich, zu verrucht. Vor ihren Freundinnen hätte sie es nicht mal angerührt. Wer weiß für was das noch gut sein würde. Vielleicht gefiel so etwas ihren Verlobten? Mochte er Frauen die sich sinnlich anzogen oder eher sittsam? Welchen Geschmack hatte er bei Frauen? Mochte er junges Blut so wie sie? Oder heiratete er sie nur wegen ihren Vater? Ach wenn ich doch nur mehr von ihm wüsste! Beim nächsten Mal wenn ihr Zukünftiger sie anrief, würde sie ihren Mut zusammen reißen und ihn über Dinge fragen, die er an einer Frau mochte. Lieben würde sie den älteren Mann sicher nie, aber sie wollte versuchen eine gute Ehefrau zu sein. Werde ich meine Arbeit so gut machen wie Mutter? Kinder wollte Cho auf jeden Fall. Sie liebte diese kleinen Wesen doch sehr und wünschte sich eine Tochter und einen Sohn. Ein Leben wie es viele Amerikaner oder Europäer führten, wollte sie sich lieber nicht vorstellen. Arbeiten, Kinder erziehen und einen Haushalt führen? Das war doch zu viel auf einmal!

Eine Stimme riss sie aus den Gedanken und sie schaute Kasumi an und lächelte. Das Kompliment von dem fremden Mädchen tat ihr gut und nun war die Entscheidung endgültig gefallen. Ja sie würde das Kleid kaufen. Wenn sie ihren Verlobten besser kannte, würde sie das Kleid sogar doch anziehen. Vielleicht behandelte er sie dann wie eine erwachsene Frau und nicht wie ein Kind. Cho fühlte sich in vielen Dingen noch kindlich und hatte kein richtiges Bild vom Leben. Oh vielen dank! Ich zieh mich nur schnell um, dann können sie rein. Ist hier ganz schön voll, nicht wahr? Lächelnd ging sie in die Kabine zurück und machte den Vorhang zu. Sie zog sich das Kleid vorsichtig aus und schlüpfte in ihren alten Sachen. Cho schaute sich in den Spiegel an und verglich sich mit dem fremden Mädchen. Beide waren wohl gleich Alt, hatten fast die gleiche Größe und Figur. Kannte sie die Fremde vielleicht doch? Cho versuchte Kasumi einzuordnen und nahm ihre Tüten. Nein die andere kannte sie nicht, oder doch? Vielleicht hatte sie die Andere einfach nur übersehen. Cho und ihre Freundinnen waren in der Schule meist umschwärmt und selten allein, da konnte es schon mal passieren eine unauffälligere Mitschülerin zu übersehen. Noch einmal schaute sie in den Spiegel, ordnete ihr Haar und zog den Vorhang zurück. So sie können rein, habe alle meine Sachen... Sagen sie kennen wir uns? Vielleicht von der Schule? Fragen schadete ja nicht und hier traute sie sich. Bei Männern war sie eher schüchtern und scheu, nur bei ihres Gleichen traute sie sich mehr.
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Di Jun 26, 2007 8:02 pm

Als das Mädchen ihr zulächelte, tat Kasumi dasselbe und lächelte sie ebenfalls freundlich an. Als sie sie angesprochen hatte schien sie in Gedanken versunken zu sein, und da war es nur höflich auf die von ihr angebotene Konversation einzugehen.
Ja, sie haben Recht, es ist wirklich voll her. Viel zu voll wenn sie mich fragen.
Kasumi sah dem Mädchen nach als sie wieder in ihre Kabine ging. Während sie wartete dachte sie über die Fremde die sie angesprochen hatte nach. Sie wirkte wie jemand, der nicht viel Entscheidungsrecht in einer Familie hatte. Auch empfand Kasumi sie als eher leicht naiv und schüchtern Fremden gegenüber auch wenn dies jetzt nicht sonderlich stark in Erscheinung trat. Ja schüchtern wirkte sie, es trat zwar nicht in Erscheinung, aber sie war so... wie ein Reh? Ja, wie ein Reh. Genauso zerbrechlich und scheu. Kasumi konnte sich vorstellen das es viele Männer geben würde die dieses Mädchen am liebsten auf Händen und Seidenkissen getragen hätten um sie zu beschützen. Ob das die Absicht der Fremden war, ob sie genau auf so etwas anspielte, wusste Kasumi nicht. Im Endeffekt war es ihr auch egal. Das Mädchen konnte schließlich tun und lassen was sie wollte.

Noch während das Mädchen in der Kabine war schob Kasumi sich das letzte Stück Schokolade in den Mund und schaltete den I-Pod aus. Gackts Stimme erstarb und sie wickelte die Schnur der Hörer darum. Dann steckte sie den I-Pod wieder in die Jackentasche zurück und als das Mädchen wieder aus der Kabine kam sah sie auf. Sicherlich hielt sie Kasumi für eine Schülerin. Die Frage die sie stellte bestätigte das auch. Kasumi lachte leise und strich sich über die blonden Haare. Sicherlich würde die Frau vor ihr erstaunt sein wenn sie ihre Antwort hören würde.
Oh nein, das glaube ich nicht. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie auf einer Schule. Von dem japanischen Schulleben habe ich so gut wie keine Ahnung. Mit meinem jetzigen Wissen müsste ich auch eigentlich einen Uni-Abschluss haben... habe aber keine Zeit dafür. Aber warum fragen sie? Kennen sie denn jemanden der so aussieht wie ich?
Kasumi glaubte das selbst nicht, auch wenn sie die Frage gestellt hatte. Es gab schließlich nicht viele Japanerinnen mit blonden Haaren wie sie sie trug.
Abermals versuchte Kasumi sie einzuschätzen. Nicht nur das sie wie ein Reh wirkte auch entsprach sie dem typischen Ideal der Frau.
Wahrscheinlich will sie später einmal Kinder haben und zusammen mit ihrem Mann eine glückliche Ehe führen. dachte Kasumi nachdenklich.
Sie selbst hatte sich für die Karriere entschieden. Kinder wollte sie nicht haben, in ihrem Beruf war es einfach zu gefährlich, konnte sie doch jeden Moment sterben. Und da sie keine näheren Verwandten mehr hatte, würden die Kinder wahrscheinlich in ein Heim gesteckt werden, sollte sie einmal erschossen oder erstochen werden. Nadja konnte sie ja auch nicht zu sich nach Russland nehmen, sie konnte ja auch jeden Moment von der russischen Mafia umgebracht werden. Wenn Nadja dann tot war müssten die Kinder dann wahrscheinlich in ein russisches Waisenhaus. Einmal war sie während ihres Russlandaufenthaltes in einem gewesen. Die Bedingungen waren schrecklich. Für Kasumi selbst und für die anderen Kinder. Dort war es laut, voll und die Frauen die dort ehrenamtlich arbeiteten total überfordert.

Nun widmete sie sich aber wieder ganz dem Mädchen vor ihr.
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Mi Jun 27, 2007 12:47 am

Sie lachte, ehe sie leicht nickte und ihm ein verspieltes Grinsen schenkte. ”Gut, tu das”, entgegnete sie. Das er seinen Kommentar zweideutig auslegte, war ihr bewusst und er konnte nun selbst entscheiden wie ernst sie ihre Worte nahm.
Ziemlich desinteressiert ließ sie ihren Blick über die Passanten schweifen. Da es zwischenzeitlich zu regnen begonnen hatte, war es im Kaufhaus deutlich voller geworden. Doch auch daran störte sie sich nicht. Hin und wieder nickte Sanzo der ein oder anderen Person zu und sie legte sich im Gedanken zurecht, woher er diese wohl kannte. Auch sie erkannte im Vorüber gehen den ein oder anderen jungen Mann oder die ein oder andere junge Frau. Die meisten gehörten nicht mal zu den Four Dragons, kamen aber dennoch häufig ins Sands. Völlig gleich ob sie aus der hören Schicht oder doch bloß dem Mittelstand Tokios entstammten. Ihr Kopf ruhte weiterhin an der Schulter des Freundes, denn sie machte sich erst gar nicht die Mühe, den wenigen Bekannten zu zunicken oder diese anders zu grüßen.
Ihr Schulterholster, drückte leicht gegen Sanzos Seite. Zwar wusste sie, dass er damit kein Problem hatte und auch nicht darauf eingehen würde, dennoch drängte sich ihr nun der Gedanke auf, dass sie ihre Waffe wohlmöglich doch erst nach Hause hätte bringen sollen, ehe sie herkam. Andererseits wäre es bis zu ihrem Haus ein ganzes Stück zu laufen gewesen und bis zum Shoppingcenter waren es vom Haus des Gläubigers aus bloß wenige Minuten gewesen.
Als der jüngere an ihrer Seite kurz auflachte, hob sie ihren Kopf und verzog übertrieben verärgert das Gesicht. ”Was ist denn daran so witzig? Der Kerl hat mich ganz übel betatscht”, erklärte sie gespielt vorwurfsvoll. Es war ihr gleich wie andere über ihre Vorgehensweiße dachten. Und es interessierte sie im Grunde auch nicht, ob ihre Begleiter ihrem Vater von dem unschönen Zwischenfall berichten würden. Er konnte ihr die Stelle als seine persönliche Sekretärin nicht nehmen. Denn er brauchte jemandem, dem er vertrauen konnte, der für die Four Dragons bereitwillig sein leben ließe. Und da Ai sich lieber um die Finanzen kümmerte, als diese einzutreiben und Akten zu sortieren, blieb wohl bloß Ayumi für diesen Job. Zwar hätte Masanori noch seinen Assistenten für das Umsorgen der Schuldiger abstellen können, doch dieser hätte sich sicherlich auch nicht um die Akten kümmern wollen.
Seinen Blick über die Gläser der Brille hinweg bedachte sie mit einem Schmunzeln. Sie hatte es wirklich nicht ernst oder gar böse gemeint, als sie fragte, ob er das Zeug nicht lieber verkaufen wollte. Ayu war die Letzte, die sich daran störte, wenn er einen Teil als Eigenbedarf abzweigte. Anders machte sie es mit dem Geld ihres Vaters ja auch nicht. Und Kobayashi hatte wahrlich genügend davon.
Sie folgte seinem Blick zu dem kleinen Cafe und noch ehe sie sich seine Idee hatte durch den Kopf gehen lassen können, hatte er ihre Hand ergriffen und sie mit sich gezogen. Sie wehrte sich nicht. Weshalb auch? Mit einem Lächeln ließ sie sich ihm gegenüber nieder und sah ihn an. ”Ins Sands? Jederzeit. Sag mir bloß wann und ich werde da sein.” Sie war gerne im Sands und noch lieber war sie mit ihm dort. Alleine feiern machte keinen Spaß. Aber mit ihm, endete es zwar meist mit einem schlimmen Kater, ließ sie aber auch voll auf ihre Kosten kommen. Obgleich ihr Vater von ihren nächtlichen Auftritten im Sands nicht sonderlich begeistert war. Ihm nach, sollte sie endlich heiraten und ihm einen Enkel schenken.
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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Mi Jun 27, 2007 2:36 pm

Sanzo schüttelte schmunzelnd den Kopf als sie ihm erzählte das der Typ sie betatscht hatte und musterte sie kurz, bevor er grinsend mit den Schultern zuckte und nach der Bedienung Ausschau hielt.
Du machst es der Männerwelt aber auch nicht leicht Byuu"
sagte er immer noch grinsend und entdeckte eine der jungen Bedienungen an einem Tisch weiter hinten. Er winkte sie zu sich und sah Ayumi wieder mit einem gespielt tadelnden Blick an.
"Wenn du jedem potenziellen Kanditaten gleich die Bleitaufe verpasst, kann das ja nichts werden"
lachte er und stellte die Tüte mit dem kleinen Drachen neben sich auf den Boden. Seine Mutter würde sich sicher darüber freuen, sie liebte diese kleinen Figuren und sammelte sie schon lange Jahre. Er selbst fand es zwar irgendwie unnötig so etwas zu sammeln, aber wenn es seiner Mutter gefiel war es alle mal in Ordnung. Jetzt stand er nur schon wieder vor dem Problem was seiner Schwester gefallen konnte. Er hatte ihr einmal etwas zum anziehen gekauft und jämmerlich in der Wahl der Größe versagt. Drei Nummern zu groß hatte er ihr ein Oberteil besorgt auf dem das Bild ihrer Lieblingsband zu sehen war. Frauen waren definitiv anstrengend und das konnte man an Ayumi besonders gut sehen. E schmunzelte, ehe die Bedienung an ihren Tisch trat und einen kleinen Block und einen Stift aus ihrer Schürze zog.
"Was kann ich euch bringen?"
fragte sie und Sanzo griff nach der kleinen Karte auf dem Tisch. Ihm war eigentlich nach Kaffee, aber dieser würde die Wirkung seiner Pillen nur noch intensiver machen und obwohl der junge Mann nichts dagegen hatte, entschied er sich für grünen Tee. Schließlich musste er noch Auto fahren und zu seiner Mutter kommen. Er legte die Karte auf den Tisch und sah die Bedienung an. Sie kam ihm seltsam bekannt vor und Sanzo überlegte noch einen Moment woher er sie kennen könnte. Er beließ es aber dabei, erntete einen fragenden Blick und lächelte einfach entschuldigend, bevor er sich aufrechter hinsetzte um nicht völlig drauf zu wirken.
"Für mich einen einfachen grünen Tee"
sagte er zu der Bedienung und sah dann zu Ayumi.
"Und was wollen Madame?"
fragte er die junge Frau und sah sie abwartend an.
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Ayumi

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BeitragThema: Re: Shoppingcenter   Do Jun 28, 2007 12:10 am

Ayu schmunzelte. Er amüsierte sich offensichtlich darüber, dass sie es nicht sonderlich schätzte von fremden Kerlen angefasst zu werden. “Die Männerwelt ist wohl einfach noch nicht bereit für mich“, entgegnete sie lachend. “Außerdem gebe ich nicht allen sofort die Bleitaufe. Aber für manche ist es ohnehin besser… Mit einem gleichgültigen Schulterzuckend verstummte sie und erklärte für sich das Thema für beendet. Sie wollte nicht weiter über die kleine Lappalie nachdenken. Menschen starben. Ob mit oder ohne ihrem Zutun.
Sie griff in ihre Hosentasche und zog ihr Handy hervor. Nachdenklich klappte sie es auf um zu überprüfen, ob sich ihr Vater gemeldet hatte. Da weder Sms noch ein verpasster Anruf angezeigt wurde, war dem wohl nicht so. Allerdings war es wohl bloß eine Frage der Zeit wann er sie anrufen würde um sicher zu gehen, dass sie das Geld hatte. Weitere Fragen kämen nicht, kamen nie. Es ging ihm nur darum, dass er sein Geld bekam. Wie seine Tochter dabei vorging, überließ er ihr. Zwar missfiel es ihm, wenn er davon erfuhr, dass sie wieder einmal einen Schuldiger umgelegt hatte, erfuhr es aber deshalb auch meist nicht. Und wenn er es doch einmal erfuhr, dann hörte sie sich eben seine Predigten an und verließ dann achselzuckend den Raum. Und diesmal war es ja wirklich bloß ein Unfall gewesen.
Als sie aus den Augenwinkeln heraus bemerkte, wie sich eine junge Bedienung dem Tisch näherte, schob sie das Mobiltelefon wieder in die Tasche und hob den Blick.
Sie beobachtete wie Sanzo die Karte studierte und sich schließlich für einen Tee entschied.
“Für mich einen Jasmintee, bitte“, wandte sie sich an die Kellnerin und brachte sogar ein halbwegs freundliches Lächeln zustande.
Als sich die junge Frau wieder entfernt, lehnte sie sich vor und blickte ihren Freund an. “Also, was ist nun mit dem Sands?“, fragte sie und strich sich energisch eine ihrer dunklen Strähnen aus dem Gesicht. Abwartend lag ihr Blick auf ihm.
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