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 Midnight - Bar

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Akira
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BeitragThema: Midnight - Bar   Fr Jun 22, 2007 8:18 pm



Die Bar Midnight erfreut sich einer sehr großen Beliebtheit, gerade unter den jüngeren Menschen ist sie sehr schnell zu einem der wichtigsten Szenetreffs von Tokio aufgestiegen. Alle möglichen Cocktails werden hier ausgeschenkt, Bier und anderer Alkohol und reichlich Snacks um für zusätzlichen Durst zu sorgen. Zwar sind die Getränke hier ziemlich teuer, aber wenn man einmal hier war will man nirgendwo sonst mehr hin. Oft kommen auch noch Geishas in die Bar, die für die Yakuza arbeiten und den Stammgästen den Abend versüßen sollen.
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Akira
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BeitragThema: --> Einstiegspost   Sa Jun 23, 2007 8:20 pm

Er hatte wie so uiemlich jeden Aben dden Weg in seine Stammbar gefunden und wie jedes mal bekam er auch sofort seinen Stammtisch zugewiesen, der für Leute wie ihn stets freigehalten wurde. Man kannte ihn hier gut, wusste für wen er arbeitete und das man ihm besser keinen Wunsch verwehrte. Ihm war es nur recht, gerade nach dem heutigen Tag und mit einem kurzen Blick durch die Bar stellte er zufrieden fest das es noch nicht all zu voll war. Etwas Ruhe war für die nächsten Minuten, bevor die Zeit des Ansturms begann, konnte er gut gebrauchen wenn er bedachte was er heute wieder alles sehen musste. Zuerst der Geschäftsmann, der seine Schulden nicht zahlen konnte und dann hatte er auch noch den Sohn des Oyabun kennen gelernt. Ein totaler Freak, dachte sich Akira kopfschüttelnd und fragte sich noch immer warum dieser Takashii sich ihm gegenüber so seltsam benommen hatte. Zwar hatte er bereits von einigen anderen Mitgliedern gehört das der Sohn von Katsumoto etwas mischugge war, aber ihm gegenüber hatte er sich seltsam gut nbenommen auch wenn er nichts gesagt hatte, die Körpersprache sagte genug. Wissen wer Akira wirklich war, konnte niemand der Yakuza. Für sie war er ein einfacher Arbeiter aus Nagoya, der sich sein Geld aufbessern wollte, in dem er für das Syndikat arbeitete.
Akira orderte sich einen Maithai und ein Bier, während er sich zurücklehnte und auf seinen Unterarm blickte, auf dem er die Yakuza Tätowierung trug. Genug Geld um sie wieder entfernen zu lassen, hatte er mittlerweile zusammen und sobald er alles zusammen hatte, was er brauchte würde er zu einem Arzt gehen, der ihm dieses Brandzeichen vom Arm nahm. Seufzend krempelte er den Ärmel seines weißen Hemdes wieder runter und nahm schweigend seine Getränke entgegen. Den Maithai leerte er relativ zügig, bevor er sich bei seinem Bier entspannte und sich Gedanken machte, was er als nächstes tun sollte. Wenn er das Gespräch, das er vorhin belauscht hatte, richtig verstand, sollte in den nächsten Tagen wieder jemand über die Klinge gejagt werden und Akira wollte dabei sein, um die Beweise zu sichern. Wie viele Beweismittel er schon in seiner Wohnung gehortet hat, wusste er schon gar nicht mehr. Aber es schienen noch nicht genug zu sein, wenn sich noch immer niemand bei ihm meldete um ihm wieder da raus zu holen. Seine zweite Wohnung, die er extra für den Job mietete war glücklicherweise komplett leer von Dingen, die ihn als Polizisten outeten und dafür umso voller von Waffen und anderen Dingen. Er dachte einen Moment an seine Schwester und daran, wie und wann er sie das nächste Mal treffen konnte, während er seinem Bier nippte.
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Miyu
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Sa Jun 23, 2007 8:54 pm

Miyu mußte nicht arbeiten, wenn sie es nicht wollte und stand eigentlich nur dann auf Abruf bereit, wenn es die Yakuza forderte. Bei der Agentur, die sie vermittelte, wußte jeder, daß man sich oft auf wochenlange Arbeitszeiten einstellen mußte, denn Geisha und grade solche wie sie waren begehrt. Nicht nur bei den Japanern selbst, sondern auch immer häufiger bei Touristen, die es als eine Möglichkeit glaubten, der japanischen Kultur näher zu kommen- oder auf Edelhuren hofften. Nur in den wenigstens Fällen endeten Aufträge allerdings wirklich im Bett und die Agenturen die etwas auf sich hielten, schmissen die Frauen raus, die versuchte sich ihr ohne hin nicht grade geringes Gehalt auf diese Weise auf zubessern. Was Miyu eigentlich aus dem Haus trieb war eher die Langeweile als der Versuch neue Kunden zu werben oder Kontakte zu knüpfen und gegen diese Uhrzeit waren die Bars der Stadt noch nicht so überfüllt, daß man keinen Platz mehr bekommen würde. Nicht, daß Miyu wirklich Schwierigkeiten gehabt hätte, Anschluß zu finden, aber sie wollte sich lieber aussuchen wo sie saß und sich nicht von jemandem an den Tisch einladen lassen. Das sie das Gebiet der Yakuza bevorzugte, lag nicht wirklich daran, daß sie für diese oft arbeitete, sondern eher an dem gehobenen Nieveau der Lokalitäten hier. Überfüllte Discos mit abgefüllten Teenies waren nicht ihr Stil und sie fühlte sie oft nicht nur alt, sondern auch deplatziert. Die Midnight Bar hingegen war genau nach ihrem Geschmack. Selbst wenn sie sich im Laufe des Abends mit Gästen füllte, wurde es hier nur selten laus und vor allem legten ihre Besucher eine ganz andere Umgangsweise an den Tag als in den Gebieten der four Dragons.
Als sie eintrat war es wie erwartet noch recht leer, einige Köpfe wandten sich hier zu und der Mann hinter der Theke grüßte sie. In normaler Kleidung erinnerte sie kaum an eine Geisha und wohl nur die eleganten Bewegungen hätten sie einem geschulten Auge verraten. Inwzischen waren ihr Haltung und Gestik so in Fleisch und Blut übergegangen, daß sie sich immer anmutig bewegte, auch wenn sie es nicht mehr bewußt darauf anlegte. Ihr Blick glitt kurz über die anwesenden Gäste. Viele Gesichter hier hatte sie schon mal gesehen, ohne sie genau zu ordnen zu können, oder deren Namen zu kennen. Aber fast alle hier machten irgendwie Geschäfte miteiandern oder betrogen sich zumindest auf die ein oder andere Weise. Miyus Anlaufpunkt war die Bar. Zum einen vermied sie es alleine, und wie versetzt an einem Tisch platz zu nehmen und ausserdem hoffte sie darauf, daß der Barkeeper ihr vielleicht etwas neues zu berichten wußte. Geldsorgen hatte sie zwar schon lange nicht mehr, wußte aber, daß man schnell das Interesse an ihren Informationen verlieren würde, wenn sie nicht mehr auf dem Laufenden war. Ryou war ein zuvorkommender Mann mittleren Alters, der gegen einen entsprechenden Obulus sogar noch zuvor kommender wurde und sie einen Blick auf die Reservierungen der nächsten Wochen werfen ließ. Es schadete nie zu wissen wer hier wann verkehrte und wenn es sich dabei um hochrangige Geschäftsleute oder ähnliches handelte, lohnte sich die Investition auf alle Fälle.

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Akira
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Sa Jun 23, 2007 9:52 pm

Akira hörte wie sich die Tür zur Bar öffnete und wieder schloss, aber anders als die anderen Gäste sparte er sich einen Blick auf die junge Frau, die sich zur Bar begab und sich setzte. Er selbst steckte mit seinen Gedanken noch immer in seinem Auftrag und überlegte sich, was er noch alles besorgen musste um endlich aus der Organisation zu kommen. Die Wohnung, die er als Takahashi Akira, der Polizist hatte, war bereits gut gefüllt mit einigen Dokumenten, Bankverbindungen und Fotos. Während die Wohnung, die er als der Arbeiter und Syndikatsmitglied hatte, voll war mit Waffen und anderem Zeugs, das er nichtmal wirklich brauchte. Er griff in die Schale auf seinem Tisch, die mit allerhand Nüssen gefüllt war und steckte sich die Erdnüsse in den Mund, bevor er an seinem Bier weitertrank und an die bisherigen Verhaftungen dachte, die er unter der Geheimhaltung durchgeführt hatte. Sie alle wurden gesondert in ein Gefämgnis nahe Nagoya gebracht, in Einzelzellen gesperrt und bekamen keinen Freigang, solange Akira undercover unterwegs war. Vermutlich besser so, wenn der junge Polizist weiterhin ungestört arbeiten wollte. Er fragte sich, was er wohl noch alles beschaffen musste um endlich wieder da raus zu kommen und sah bereits wieder weitere Morde vor sich, die er lieber den anderen kranken Syndikatsmitgliedern.
Als er sein Bier ausgetrunken hatte, sah er in das leere Glas und seufzte leise, nachdem er seine Brieftasche rausgeholt und hienein gesehen hatte. Es reichte nicht mehr für genug zu trinken und er musste wohl noch zurück nach Hause um sich mehr Geld zu holen. Als ihm eine Idee kam, wie er sich einen kleinen Rabatt beschaffen konnte stand er auf und krempelte seine Ärmel nach oben um die Tätowierung der Yakuza frei zu legen und setzte sich neben die eben angekommende junge Frau an die Bar, wo er dem Barmann einen Geldschein hinhielt und ihm kühl in die Augen blickte. Den Arm hielt er absichtlich so das man das Bildnis auf dem Unterarm sehen konnte.
"Noch mal das gleiche"
orderte er knapp und ließ der Geldschein auf den Tresen fallen, als ihm ein neuer Maithai und ein Bier hingestellt wurde. Das ihn der Barkeeper dabei mit keinem Blick ansah, kümmerte Akira nicht wirklich, denn er hatte fast die Hälfte des Preises gespart nur weil er die Tätowierung trug. Vielleicht hatte das ganze doch etwas gutes und man konnte davon auch anderweitig Gebrauch machen. Er warf Miyu einen knappen Seitenblick zu und widmete sich seinem Bier. Sie kam ihm seltsam bekannt vor, auch wenn er nicht wusste woher. Vielleicht einfach aus dieser Bar, war auch eigentlich nicht wichtig und Akira schob ihr den Maithai hin.
"Allein trinken ist nur halb so amüsant wie in netter Gesellschaft"
sagte er eher beiläufig, prostete ihr zu und trank aus seinem Glas, bevor sein Blick die nächsten Gäste auffing, die in die Bar traten.
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Miyu
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Sa Jun 23, 2007 10:12 pm

Miyu bereute schon fast, daß sie hergekommen war. Es war niemand da, den sie wirklich kannte, oder bei dem sie einen Grund gehabt hätte, ein Gespräch zu beginnen. Der Barkeeper zeigte sich zwar hilfsbereit wie immer, wußte aber nichts zu sagen. Es war auffallend ruhig im Moment, vielleicht ein wenig zu ruhig und das beudetete meißt nichts gutes. Zwar steckte sie nicht direkt zwischen den Fronten, aber wenn bekannt wurde, daß sie ständig ihr Wissen an die Yakuza verkaufte, konnte es auch für sie sehr schnell sehr unangehm werden. Das auch die four Dragons nicht davor zurück schreckten sich an Frauen zu vergreifen hatten sie schon desöfteren bewiesen und Miyu hatte nicht vor, sich am eigenen Leib davon überzeugen zu lassen. Als ein Mann sich vom Tisch in ihrer Nähe erhob, musterte sie ihn kurz und fragte sich, ob sie ihn kannte. Das gut geschnittene Gesicht kam ihr bekannt vor und sie war sich sehr sicher, daß es nicht allzu viele Männer mit einem solchen Auftreten gab. Das kurze Gesrpäch mit dem Barkeeper verfolgte sie nicht weiter, kam aber nicht umhin ebenfalls die Tättowierung auf seinem Unterarm zu bemerken. Das erklärte, warum sie glaubte sein Gesicht zu kennen und als er ihr den Maithai zu schob, nahm sie lächelnd an und erwiederte:
Das kommt immer ganz auf die Gesellschaft an.
Ihr Blick fiel zurück auf seinen Arm, wärend sie trank und schließlich hinzu fügte:
Damit ist man sicher nicht überall in guter Gesellschaft.
In diesem Stadtteil war es sicher von Vorteil das Zeichen der Yakuza zu tragen aber in anderen konnte einen das sehr schnell das Leben kosten, aber das wußte er sicher besser als sie. Was ihn dazu brachte, sie einzuladen wußte sie nicht und warf ihm einen fragenden Blick zu. Vielleicht hatte es auch einfach gar keinen Grund und er wollte wirklich nur nicht alleine trinken müssen. Sie selbst war zum Glück nie auf diese Weise gebrantmarkt worden, denn genau so kam es ihr vor. Die Vorstellung, jeder würde sie auf der Stelle nur an einerm kleinen Stück Haut erkennen können, behagte ihr gar nicht und auch, wenn es sie manchmal ärgerte, daß sie kein vollwertiges Mitglied der Yakuza werden konnte, nur weil sie eine Frau war, beruhigte sie es doch, zumindest was diesen Punkt der Aufnahme anging.

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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Sa Jun 23, 2007 10:52 pm

Langsam füllte sich die Bar und immer mehr anzugtragende Männer kamen gefolgt von jüngeren Frauen rein, setzten sich an die Tische und unterhielten sich über Geld und Dinge, die wohl nur diese dümmlich kichernden Frauen witzig fanden. Akira schüttelte knapp den Kopf und trank einen Schluck, bevor er sich an Miyu wandte und sie kurz musterte. Etwas an ihr war anders, als den meisten Frauen, die hier Gäste waren und auch wenn Akira es nicht genau beschwören konnte, so sah man ihr eine gewisse Anmut an. Er war nicht der Typ Mann, der sich auf Grund dessen gleich falschen Annahmen hingab und folgte ihrem Blick auf seine Tätowierung, ehe er ihre Worte hörte. Das man damit nicht überall in guter Gesellschaft war, konnte er nur unterschreiben und er erinnerte sich an ein Zusammentreffen mit einem der Four Dragons in der Einkaufsstraße. Ohne zu zögern griff der Dragon ihn an und versuchte ihm die Nase zu brechen. Akira selbst versuchte das ganze noch am Anfang zu beschwichigen und wich einfach aus, aber als dann ein Schlag traf, war es auch mit seiner Geduld am Ende und er nutzte sein Taekwondo um dem Dragon den Arm zu brechen, bevor er ihn auf den Boden beförderte und einfach ging als sei nichts gewesen.
"Wie Sie bereits sagten; Das kommt ganz auf die Gesellschaft an"
erwiderte er knapp lächelnd und wandte sich nun ganz der jungen Frau zu. Wenn er ihr schon einen Drink spendierte, konnte er sich auch gleich mit ihr unterhalten und vielleicht fand er ja heraus, warum sie ihm so bekannt vor kam. Das er sie von den Yakuza kannte, bezweifelte er irgendwie, auch wenn es nicht ganz auszuschließen war. Aber da sie eine Frau war, konnte sie kein vollwertiges Mitglied sein und vielleicht höchstens als weiblicher Mittelsmann oder Informantin arbeiten. Was auch immer es war, er konnte sich ja langsam vortasten, während er sich mit ihr unterhielt.
"Also..."
begann er, trank einen Schluck und stellte sein Glas ab.
"Wie kommt es das jemand wie Sie ganz allein in einer Bar sitzt?"
fügte er lächelnd hinzu und sah sie sogar interessiert an. Jemanden wie sie erwartete er für gewöhnlich in Begleitung eines Mannes oder einer Freundin und da beides nicht zu zu treffen schien, wollte er wissen, wie jemand wie sie allein sein konnte. Sie war hübsch, das fiel sofort auf und vielleicht konnte die Unterhaltung doch noch ganz spannend werden.
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Sa Jun 23, 2007 11:26 pm

Miyu bemerkte das kurze Kopfschütteln durchaus und schmunzelte, da sie ziemlich genau erkennen konnte, worüber er den Kopf schüttelte. Sie hatte sich schon lange abgewöhnt, sich den den Kopf darüber zu zerbrechen, warum alle hübschen, jungen Frauen auch immer dumm und käuflich sein mußten. Wahrscheinlich aus dem selben Grund aus dem reiche Männer genau diese Art Frauen finanzierten. Offenbar wollte er nicht weiter auf die Tättowierung eingehen und sie beließ es dabei. Das er nicht wie viele andere, weitaus unvorsichtigere damit herum posaunte sprach für ihn und das sie sich bestens mit den Gepflogenheiten der Yakuza auskannte, konnte er ja nicht ahnen und sie hatte keinesfalls vor, es ihm auf die Nase zu binden. Als sie sein also zu hören bekam, ahnte sie bereits, daß sie nun etwas zu hören bekommen würde, daß Grund genug war, um einfach auf zustehen und zu gehen und als er weiter sprach, erkannte sie, daß sie richtig lag. Die Jahre in ihrem Beruf hatten ihr ein recht gutes Gespür für das andere und insbesondere für das von Männern ermöglicht, aber da er nicht auf die; "kennen wir uns irgendwo her?" Art fragte, die eindeutig darauf abzielte, sie näher kennen lernen zu wollen als sie das wollte, lächelte sie nur, und verzieh ihm.
Warum sollte jemand wie ich nicht allein hier sitzen?
Kam die Gegenfrage und sie drehte sich auf ihrem Barhocker ein Stück in seine Richtung um ihn an zusehen. Ein gutaussehender Mann und etwas an seinem Auftreten sagte ihr, daß er nicht bloß irgend ein Angestellter in einer Bank war. Der Grund warum Miyu wirklich allein hier war, war eigentlich der, daß ihre Bekanntschaften nie so weit gingen, als das man sie als Freundschaften bezeichnen könnte. Sie hatte Kolleginnen, mit denen sie manchmal ausging, Kunden, denen sie durch ihre kurzfristige Anwesenheit einen gut bezahlten Gefallen tat und die Treffen, die ihr durch die Yakuza zu kamen. Da heute nichts davon der Fall war, blieb ihr nicht viel mehr als allein hier her zu kommen, aber das sie das störte, hätte man kaum behaupten können. Im Grunde war es ihr nur recht niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen und keine Verpflichtungen zu haben.
Ausserdem waren sie ja so freundlich, mich vor meiner Einsamkeit zu retten.
fügte sie hinzu und klang ein klein wenig spöttisch, allerdings ohne das er hätte glauben können, es wäre ihr nicht recht, daß er hier saß. Wäre das der Fall gewesen, hätte sie ihm das schon vor Minuten überaus deutlich klar gemacht. Mit einem Lächeln neigte sie kurz den Kopf, da sie noch immer zu den Leuten gehörte, die sich weigerten anderen die Hand zu geben und es für eine schlechte amerikanische Erfindung hielt, völlig Fremde zu berühren.
Miyu.
erklärte sie, ohne das er danach gefragt hatte und warf dem Barkeeper einen versteckten Blick zu, der allerdings nur mit den Schultern zuckte. Offenbar wußte er eben so wenig wie sie, mit wem sie es hier zu tun hatte.

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Akira
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   So Jun 24, 2007 5:51 pm

Ihren Namen hatte er schonmal gehört und er war sich fast sicher das er bei den Yakuza schonmal gefallen war. Aber wirklich beschwören konnte er es nicht und vielleicht gab es auch hunderte andere Frauen mit dem Namen und er interprätierte da zu viel hinein, so das er es bei einem freundlichen Lächeln beließ und einen Schluck trank.
"Akira"
stellte er sich ebenfalls vor und ließ sein Bier für einen Augenblick einfach Bier sein, drehte sich auf seinem Barhocker ganz zu Miyu und warf einen kurzen Blick durch die Runde der übrigen Gäste. Bisher waren nur Paare anwesend. Zwar waren es seltsame Paare, mit Frauen die dümmer waren als die Polizei erlaubt, aber er selbst und die junge Fau ihm gegenüber waren die einzigen ohne Begleitung. Warum sollte sie nicht alleine hier sitzen, hörte er sie Fragen und zuckte schmunzelnd mit den Schultern. Eine berechtigte Frage, wie er fand und ihre Art sagte ihm bereits das er es bei ihr nicht mit einer der typischen Frauen zu tun hatte, die sich nach jedem missglückten Scherz gleich einem dümmlichen Kichern hingaben. Sie schien wenigstens intelligent genug um ein anständiges Gespräch zu führen und das gefiel Akira durchaus.
"Weil, wenn ich ehrlich bin, ich jemanden wie Sie in Begleitung eines jungen Mannes oder aber mit Freundinnen erwartet hätte"
sagte er schmunzelnd, war aber wohl irgendwo dankbar das es nicht so war, denn sonst hätte er sie vermutlich nicht angesprochen. Dann schien der Abend doch nicht so eintönig abzulaufen, wie vorher vermutet und dagegen hatte der junge Polizist wirklich nichts. Etwas Abwechslung tat ihm auch mal ganz gut und nach dem was er in den letzten Wochen gesehen hatte, tat ein normales Gespräch, das sich nicht um Drogen oder anderen Kram drehte, mal ganz gut. Er hat sie vor der Einsamkeit gerettet? Er lächelte, als er den kleinen Anflug von Spott in den Worten hörte. Sie schien nichts gegen seine Anwesenheit zu haben und das sagte ihm das er das Gespräch noch nicht frühzeitig beenden musste. Umso besser, dachte er sich und trank einen Schluck von seinem Bier, ehe er das Glas ein Stück weg schob und seinen Arm auf den Tresen legte.
"Ich bin zwar weit davon entfernt ein strahlender Ritter zu sein, aber wenn es darum geht eine schöne Frau vor der Einsamkeit zu retten, leg ich meine Rüstung gerne an"
erklärte er lächelnd.
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Miyu
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   So Jun 24, 2007 6:15 pm

Ich bin doch in Begleitung eines jungen Mannes.
erklärte sie schmunzelnd und wenn er genau hin hörte, konnte er wohl aus ihren Worten heraus hören, daß sie nicht mit jemandem ausgehen mußte, nur um den Abend nicht allein zu verbringen. Miyu fand immer Anschluß. Sie war eine schöne Frau, die wußte, wie sie sich zu benehmen hatte und auch wenn sie auf dümmliches Kichern verzichtete, gehörte sie sicher nicht zu den Frauen, die allein in einer dunklen Ecke saßen um zu beobachten wie alle ausser ihnen selbst grade neue Bekanntschaften schlossen. Als er seinen Namen nannte, warf sie ihm einen kurzen Blick zu, der etwas musterndes hatte und ihr war an zusehen, daß sie darüber nachdachte, ob sie ihn kennen müßte. Wirklich sicher war sie nicht und höchstwahrscheinlich gab es noch einige Männer mit seinem Namen. Nur in der Verbindung mit seinem Aussehen hätte sie sich sicher daran erinnern können. Aber die Yakuza waren keine Verbindung mit nur dreissig Mitgliedern, hatten ihre Finger praktisch in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und es war schlicht unmöglich alle zu kennen. Darin sie zu erkennen, war Miyu inzwischen sehr gut, auch wenn sie bei Akira nicht unbedingt darauf getippt hätte. Das er sich selbst nicht als Ritter bezeichnete überraschte sie nicht, aber als Strauchdieb hätte sie ihn nun auch nicht bezeichnet. Im Gegenteil; er wirkte kultiviert und vor allem nicht an den üblichen Dingen interessiert zu sein, die Männer in Bars und grade Mitglieder der Yakuza bevorzugten. Als er durch den Raum sah, folgte sie kurz seinem Blick, wandte sich aber ziemlich desinteressiert von dem Geschehen wieder ihm zu.
Also kein Ritter in glänzender Rüstung. Oder jedenfalls nur bei passender Gelegenheit und wenn eine einsame Jungfer gerettet werden muß. Darf ich fragen, was ein Gelegenheitsritter mit dem Rest seiner Zeit anstellt?
fragte sie lächelnd und wollte nicht nur aus reinem Interesse an ihm oder einem Gespräch wissen, womit genau er sein Geld verdiente. Das sie eine wirkliche Antwort erhalten würde, erwartete sie nicht mal, aber Miyu war sehr gut darin zwischen den Zeilen zu lesen und war nicht darauf angewiesen, daß ihr andere alles ganz freiwillig verrieten. Menschen zu durchschauen und ihnen Dinge zu entlocken, die sie eigentlich besser für sich behalten hätten konnte sie schon als Kind gut und hatte sich in den letzten Jahren zur Perfektion gesteigert. Nicht, daß sie Akira etwas böses, oder ihn wirklich verhören wollte, aber es war immer sicherer, wenn man in etwa wußte, mit wem man es zu tun hatte.

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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   So Jun 24, 2007 11:59 pm

Und er war jetzt in netter Gesellschaft einer jungen Frau. Nichts wogegen er etwas hatte und schmunzelnd wandte er sich ihr zu, trank einen kleinen Schluck und schob das Glas ganz von sich. Das war genug und wenn er sich vielleicht doch noch mit den Yakuza treffen sollte, war er lieber nüchtern. So wie er es bisher kannte, konnte er immer und zu jeder Zeit gerufen werden um etwas zu erledigen. Er selbst hatte in seiner Zeit bei den Yakuza noch niemanden getötet. Nur eine Menge Undercoververhaftungen durchgeführt, aber die waren kaum der Rede wert. Die meisten waren kleine Gauner, die Drogen vertickten oder Waffen verschoben. Er brauchte mehr um endlich wieder nach Hause zu seiner Schwester gehen zu können. Akira konnte wohl nichts anderes machen als zu warten und solange konnte man sich auch mit hübschen jungen Frauen unterhalten, die ihm seltsam bekannt vorkamen. Als er ihre Frage hörte, überlegte er kurz und suchte nach den richtigen Worten um nicht gleich zuviel preis zu geben. Die Art wie sie fragte war weder besonders aufdringlich, noch zu zurückhaltend und mit einem Schmunzeln auf den Lippen sah er sie an und zuckte knapp mit den Schultern.
"Geschäfte und andere recht langweilige Dinge, mit denen ich Sie nicht langweilen will"
erklärte er und sah sie jetzt etwas fragender an. Er erwischte sich sogar dabei wie er ihr ebenmäßiges Gesicht musterte und lächelte knapp als er es merkte. Angesehen zu werden war für sie ganz sicher nicht neu, aber so angesehen zu werden, als ob man sich kennen würde war doch sicher etwas seltsamer und so blickte er kurz zu dem Barkeeper, der einem Gast einen Drink mixte, bevor er sich wieder an Miyu wandte.
"Und was macht die errettete Dame wenn sie nicht gerade von Gelegenheitsrettern vor der Einsamkeit gerettet wird?"
fragte er sie lächelnd und interessierte sich soogar ehrlich dafür. Nicht weil er herausfinden wollte woher er sie zu kennen glaubte, sondern einfach um sich weiterhin mit ihr zu unterhalten.
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mo Jun 25, 2007 12:07 am

Sie bekam also keine wirkliche Antwort, wie nicht anders erwartet. Ein Schmunzeln huschte kurz über ihr Gesicht und sie verzichtete darauf, weiter danach zu fragen. Sie würde sich nicht aufdrängen und wenn sie es wirklich darauf angelegt hätte, wäre es ihr sicher mögliche gewesen jemanden zu finden, der etwas über ihn wußte. Aber sie wollte Akira nicht ausspionieren und was er ihr nicht freiwillig sagte, würde sie eben nicht erfahren. Den Blick in ihr Gesicht ignorierte sie gekonnt, um ihn nicht in Verlegenheit zu bringen und lehnte sich auf dem Barhocker zurück, der weder bequem, noch einen sicheren Sitz bot. Aber Miyu saß darauf, als könne sie nichts und niemand aus dem Gleichgewicht bringen und sah Akira an.
Raten sie.
verlangte sie schmunzelnd und war gespannt, was bei seiner Einschätzung heraus kommen würde. Wenn er schon nicht mit der Sprache heraus rückt, würde sie es ihm eben auch nicht so leicht machen. Das es ihm wirklich gelingen würde zu erraten womit sie ihr doch recht kostspieliges Leben finanzierte, konnte sie sich nicht vorstellen, aber was in seinem Kopf vorging, wenn er sie ansah interessierte sie. Seine ausweichende Antwort sagte ihr ganz klar, daß er nicht nur ein kleiner Laufbursche der Yakuza war. Diese pralten nämlich immer mit ihren vermeintlich wichtigen Aufträgen, wärend jene, die wirklich etwas über Geschäfte und Beziehungen wußte, verschwiegen waren, so wie Akira. Sich auf ihrem Stuhl zurecht setzend strich sie das lange Haar aus dem Gesicht zurück und sah ihn auffordern an.
Also?

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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mo Jun 25, 2007 12:32 am

Raten sollte er und einen Moment überlegte er ob er ihr bisheriges Auftreten richtig deuten konnte. Er musterte sie nun etwas ausgiebiger und lächelte leicht, während sein Blick über ihre Gesicht glitt und ihm wieder die makellose Haut auffiel. Sie war auffallend schön und hatte eine gewisse Eleganz, die ihr anhaftete. Sie konnte eine Tänzerin sein, aber Akira hatte nie eine Tänzerin so richtog gesehen, das er hätte sagen können sie komme ihm bekannt vor, also versuchte er das zu benutzen was ihm auf der Akademie und in der Praxisarbeit beigebracht wurde und fing an zu kombinieren.
"Ich sehe eine auffallend schöne Frau, mit einem Sinn für Stil und einer Eleganz, wie man sie sonst nur von Tänzern kennt. Da Ihre Beine aber nicht wie die einer Tänzerin aussehen, aber dennoch schön anzusehen sind"
fing er an und wanderte mit dem Blick über ihre Arme. Eine Tänzerin hatte er nicht vor sich, da war er sich sicher und auch wenn sie sehr hübsch war, war sie kein Model, denn dafür war sie etwas zu klein.
"Das mit der Tänzerinkann ich ausschließen, denn Ihre Arme weisen die selbe Eleganz und Anmut auf, was bedeutet das Sie auch diese richtig zu bewegen wissen, ohne dabei Musik hören zu müssen. Auch wenn sie durchaus ein Model sein könnten, muss ich diese Möglichkeit ausschließen, denn dafür sind sie zu klein. Was keinesfalls schlecht ist"
Sie war auffallend schön, besaß eine Anmut und Eleganz, war aber keine Tänzerin. Model schloss er aus und ihm fiel eigentlich nur ein Berufszweig ein, bei dem man solche Frauen beschäftigen konte und es auch zurecht tat. Lächelnd lehnte er sich etwas zurück und musterte ihre Augen, die sicher schon den ein oder anderen Mann um den Verstand gebracht hatten.
"Und die Eleganz, mit der Sie eben Ihr Haar aus dem Gesicht strichen haben, lässt mich vermuten das ich es mit einer der letzten echten Geishas zu tun habe"
sagte er und konnte sich zwar nicht ganz sicher sein, fand die Vermutung aber am naheliegensten und so beließ er es dabei und lächelte, während er auf ihre Reaktion wartete.
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mo Jun 25, 2007 12:41 am

Miyu ließ sich mustern, schwieg und schmunzelte in sich hinein. Es schien ihr durchaus zu gefallen was sie zu hören bekam und seine Schlußfolgerungen waren mehr als treffend, was sie zu der Frage brachte, warum er so ein guter Beobachter war. Das er nicht einfach blind riet und versuchte ihr mit seinen Bemerkungen zu schmeicheln war offensichtlich. Viel mehr schien er wirklich dahinter zu kommen, wen er vor sich hatte und das Ergebnis seiner Bemühungen überraschte Miyu so sehr, daß sie ihn einen Moment lang erstaunt ansah, ehe sie schließlich lächelnd nickte.
Das ist wirklich beeindruckend und ich gebe mich gerne geschlagen. Offenbar bin ich nicht halb so geheimnisvoll wie ich immer gedacht habe.
erklärte sie mit einem leisen Lachen, dem man entnehmen konnte, daß sie zumindest den letzten Satz nicht wirklich ernst meinte. Aber sie war ehrlich erstaunt und beeindruckt und fühlte sich nicht zuletzt geschmeichelt. Sicher war er nicht der erste Mann, der sie schön fand und das auch sagte, aber es war eben immer eine Frage wie jemand Komplimente machte und die Beiläufigkeit mit der er es getan hatte gefiel ihr. Sie schien nicht darauf ab zuzielen, sie rumkriegen zu wollen, oder etwas in der Richtung, sondern wirkte aufrichtig, und auch wenn es das vielleicht nicht war, so wirkte es immerhin so.
Ist das Teil des Ritters in glänzender Rüstung der einsame Frauen rettet, oder gehört das in die Abteilung langweilige Geschäfte, daß sie andere Leute mit nur wenigen Blicken durchschauen?
Tatsächlich fühlte Miyu sich seltsam durchschaut, allerdings nicht so, daß es ihr unangenehm gewesen wäre. Zumindest nicht bei einem charmanten, höflichen Mann wie Akira.

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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mo Jun 25, 2007 1:02 am

Wenn sie wüsste wie geheimnisvoll das ganze war. Er war sich noch immer mehr als sicher sie irgendwoher zu kennen und kam einfach nicht drauf. Die Tatsache das er sie als Geisha erkannt hatte, machte die Sache nicht einfacher, denn innerhalb der Yakuza kamen fast jeden Abend Geishas vorbei, die den Herren den Abend versüßen sollten. Aber sie wirkte nicht wie die üblichen Geishas, sondern viel stolzer. Die Ausbildung schien sich doch bezahlt zu machen und entweder war sie vielleicht die Frau eines Yakuza, die sich als Geisha verdiente, oder aber er hatte es mit einer Informantin zu tun. Aber irgendwie schien ihm beides abwegig und so beließ er es bei der geheimnisvollen schönen und konzentirerte sich einfach weiter auf ein normales Gespräch mit ihr. Das es Teil seiner Art von Geschäft war, Leute zu durchschauen und zu kombinieren war ebenfalls gar nicht so abwegig und er lächelte, als sie zuende gesprochen hatte und nickte dem Barkeeper zu, der schmunzelnd zwei neue Maithai fetig machte und sie vor die beiden auf den Tresen stellte. Einmal hatte es schon geklappt um den vollen Preis herum zu kommen und als Akira in seine Tasche greifen wollte um die beiden Drinks zu bezahlen, schüttelte der Barmann den Kopf und widmete sich wieder den anderen Gästen. Akira schmunzelte und wandte sich wieder an Miyu.
"Vielleicht etwas von beiden"
sagte er schmunzelnd und sah ihr in die dunklen Augen. Sie war beeindruckt davon, wie er sie enttarnt hatte und obwohl das sein Job war, fühlte er sich dennoch nicht minder geschmeichelt und hob seinen Maithai, bevor er abermals lächelte und sich kurz räusperte.
"Auf die schöne unbekannte, die den Ritter in glänzender Rüstung mit ihrer Gesellschaft beehrt"
verkündete er und trank einen Schluck.
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Miyu
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mo Jun 25, 2007 1:30 am

Wenn es tatsächlich zu seinem Beruf gehört, andere zu durchschauen, oder etwas über sie heraus zu finden, hatten sie zumindest etwas gemeinsam, auch wenn Miyu eben so wenig wie er vor hatte, das zu zugeben. Das der Barkeeper für ihn eine Ausnahme machte, überraschte sie ein wenig, hatte er doch noch kurz zuvor behauptet, den Mann nicht zu kennen und Miyu warf ihm einen scharfen Blick zu, um heraus zu finden, ob er gelogen hatte und ihr etwas verschwieg. Das unschuldige und vor allem unwissende Gesicht in das sie blickte konnte nicht gespielt sein, was das ganze Zusammentreffen noch undurchschaubarer für sie machte. Weder konnte sie erraten, was Akiras Aufgabe bei den Yakuza war, noch wußte sie, was sein eigentlicher Beruf war. Das er es nicht verraten wollte, machte ihn zumindest in ihrer Augen eher interessant, als das es sie abschreckte. Miyu mochte Herausforderungen und noch mehr mochte es sie, diese zu meistern und beschloss in diesem Augenblick, daß sie heraus finden würde, wer oder was er war, notfalls auch ohne ihn.
Das tut die schöne Unbekannte sogar sehr gerne.
erwiederte sie lächelnd und hob ihr Glas in seine Richtung. Maithai mochte sie eigentlich nicht sonderlich, bzw. vermied es, ihn zu trinken, weil die Süße den Alkohol übertünchte und man nie bemerkte, wie viel man wirklich schon getrunken hatte. Nicht, daß Miyu sich in eine von den kichernden Frauen verwandelte, aber sie wollte nicht ausprobieren, wieviel sie brauchte, um sich doch so zu benehmen. Dazu war ihr ihr guter Ruf viel zu wichtig und das letzte was sie wollte war ihr Gesicht zu verlieren. Sich unangemessen zu benehmen war etwas das sie bei ihren Brüdern schon immer gehasst hatte und über die Stränge zu schlagen passte nicht zu ihr. Eben so wie sie gerne jede Situation im Griff hatte, so auch sich selbst. Als sich die Tür der Bar erneut öffnete, wandte sie sich kurz um und nickte einem Mann mittleren Alters zu, der eben mit seiner Frau eintrat, die sogar wirklich seine eigene war. Ein seltenes Bild, aber Miyu schätzte ihn grade weil er nicht ständig von kichernden kleinen Mädchen umgeben war und so weit sie wußte ein treusorgender Ehemann und Vater war. Zumindest ausserhalb seiner Arbeit. Wievielen Menschen er schon das Leben genommen hatte, ob nun durch finanziellen Ruinen, oder einen Befehl wollte sie lieber gar nicht wissen, aber zu ihr war er stets zuvorkommend und höflich gewesen und zumindest als Kunde war er sehr angenehm. Als an einem Nachbartisch offenbar Verhandlungen einsetzten und die Gespräche hitziger wurden, wandte sie sich wieder an Akira und musterte sein Gesicht.
Was ist mit ihnen?
wollte sie wissen.
Was macht ein Mann wie sie ganz alleine in einer Bar?
Vielleicht war er auch hier, weil er eigentlich einen Geschäftspartner erwartete, oder auf der Suche nach einer Frau. Aber irgendwie bezweifelte sie beides.

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Akira
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mo Jun 25, 2007 1:59 am

Lächelnd hob er das Glas und trank einen Schluck als sie auf seinen kleinen Trinkspruch antwortete und stellte sein Glas ab, bevor er sich den Neuankömmlingen zuwandte und sie musterte. Die Verhandlungen an ihrem Tisch interessierten ihn nicht halb so sehr wie die Gesichter, die er sich ansah und einprägte. Wenn sie in diese Bar kamen um über etwas zu verhandeln, dann kamen sie sicher öfters her weil sie hier sicher waren. Was für Akira nur den Schluss übrig ließ das sie ebenfalls zu den Yakuza gehörten und das machte es ihm einfacher bei Bedarf etwas über sie heraus zu finden. Aber darum konnte er sich später immer noch kümmern. Jetzt fand er es interessanter etwas über die schöne Unbekannte heraus zu finden und sich mit ihr zu unterhalten. Er hatte sich schon lange nicht mehr mit einer Frau unterhalten, vermied es aufgrund seines Auftrages eigentlich, aber bei ihr konnte er einfach nicht anders. Die Tatsache das sie ihm bekannt vor kam und er nicht wusste woher, machte es spannend und er mochte die Spannung, sowie die Herausforderung gleichermaßen. Als sie ihn jetzt fragte was er allein in der ar suchte, schmunzelte er kurz und suchte nach den richtigen Worten.
"Entspannung und Ruhe suchen, bei einem Drink und einer guten Unterhaltung in netter Gesellschaft"
sagte er und obwohl die Bekanntschaft eher zufällig erfolgt war, meinte er es dennoch ernst. Wenn er sich nicht mit ihr unterhalten hätte, dann mit einem der Yakuza, die ihre Verhandlungen führten. Aber er war dennoch froh das sie es war, die seine Aufmerksamkeit auf sich zog und er lächelte, bevor er einen kleinen Schluck trank und das Glas abstellte.
"Und all das habe ich durch nur einen Gang zum Tresen bekommen"
fügte er schmunzelnd hinzu. Er war wirklich entspannt und eine gute Unterhaltung brachte ihn immer zur Ruhe, solange der Gesprächspartner interessant und reizend war. Und das war sie auf jeden Fall.
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Yutaka
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Mi Jun 27, 2007 11:50 pm

- Handyanruf Miyu -

Noch vor der Telefonzelle hatte Yutaka mehrfach das Gefühl gehabt, einen Fehler zu begehen. Wieso konnte er nicht einfach zurücklassen, was irgendwann einmal war, die Nummer in den nächsten Papierkorb werfen und anfangen, ein neues Leben aufzubauen? Die Antwort war wohl schlicht und ergreifend, dass er keine Zukunft ohne eine Vergangenheit, vor allem ohne seinen eigenen Namen zu wissen, leben wollte.
Nach einigem hin und her wählte er die Nummer schließlich und schaffte es, auch nicht aufzulegen, als er eine Frauenstimmte vernahm, die wohl das erste und einzige war, das ihm etwas vertraut vorkam. Nur woher wusste er nicht, hoffte aber, es durch den Anruf herauszufinden.
Da er wusste, dass es keinen Sinn machte, ein Fremde zu belügen, legte er ihr die Fakten offen dar, er hatte zwei Jahre seines Lebens im Koma verbracht, besaß nun kein Erinnerungsvermögen mehr und das einzige, was er hatte, war diese Nummer, die ein unauffälliger Zettel getragen hatte.
Zu seinem Erstaunen wurde recht schnell das Einverständnis zu einem Treffen gefunden. Treffpunkt und Ort wurden abgesprochen und er legte, kurz dankend, auf.

tbc: Wohin auch immer die Madame wünscht ^^
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Do Jun 28, 2007 12:16 am

Miyu lächelte und war mit seiner Entscheidung den Gang zum Tresen an zutreten durchaus zufrieden. Lächelnd wollte sie etwas erwiedern, als ihr Handy klingelte und sie kurz die Stirn runzelte. Inzwischen war es recht spät am Abend und ihre Handynummer besaßen neben wenigen auserwählten Personen nur einige Mitglieder der Yakuza sowie die Agentur die sie vermittelte. Die Nummer auf dem Display war ihr unbekannt und sie entschuldigte sich kurz bei Akira, ehe sie abnahm und sich anhörte, was der Anrufer zu sagen hatte. Ihrer Barbekanntschaft drehte sie dabei den Rücken zu, so daß er nicht sehen konnte, daß sie mit jedem Satz ein wenig verwirrte wirkte und nicht recht wußte, was eigentlich vor sich ging. Es war eine wirre Geschichte aus Koma, Gedächtnisverlust und ihrer Nummer mit der sie kaum etwas anfangen konnte und die sie auch an nichts erinnerte, an niemanden den sie kannte. Aber die Tatsache, daß er ihre Nummer besaß war für sie Grund genug unruhig zu werden und wissen zu wollen, wer oder was sich hinter diesem seltsamen Anruf verbarg. Sie wußte, daß sie sich auf recht dünnem Eis bewegte mit dem, was sie tat und das die Four Dragons Mitglieder, deren Geheimnisse sie ausplauderte sicher nicht sehr glücklich sein würden, wenn sie davon wußten. Die Stimme am anderen Ende der Leitung glaubte sie schon einmal gehört zu haben, konnte sie aber nicht zu ordnen. Trotzdem wußte sie, daß das Ganze ihr keine Ruhe lassen würde und bestellte den fremden Mann zu sich. Ihr Haus lag abgeschirmt genug, nicht einmal die Yakuza wußte wo sie wohnte und dort fühlte sie sich wohl und unbeobachtet. Nur um Akira tat es ihr leid und sie hätte den Abend gerne mit ihm verbracht. Mit einem entschuldigenden Lächeln wandte sie sich wieder an ihn, nachdem sie aufgelegt hatte und verstaute das Handy in ihrer kleinen Handtasche.
Es tut mir wirklich leid, aber ich fürchte, heute stehen Ritter unter keinem günstigen Stern. Ich muss leider gehen.
Einen Moment zögerte sie, schob ihm dann aber doch ein Kärtchen mit ihrer Nummer und vollständigen Namen zu und fügte an:
Falls sich keine andere, einsame Dame zum Retten finden lässt.
ehe sie sich abwandte und auf die Straße trat. Wie beunruhigt sie über den Anruf wirklich war, konnte man ihr nicht ansehen und sie verzichtete darauf, sich nervös nach links und rechts um zusehen, obwohl sie das Bedürfnis spürte, genau das zu tun. Das nächste Taxi, das vor der Bar hielt bestieg sie und ließ sich nach Hause fahren um einen völlig fremden Mann zu treffen und ihm zu sagen, wer er war, wenn sie es denn wußte, oder aber um in eine Falle zu laufen und die letzte Fahrt ihres Lebens an zutreten.

---> zu mir nach Hause

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Akira
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BeitragThema: Re: Midnight - Bar   Do Jun 28, 2007 2:02 am

Akira hatte es zwar schade gefunden das Miyu gehen musste, verstand es aber, da auch er noch ein Treffen mit einer Person vor sich hatte. Lächelnd hatte er ihre Karte entgegen genommen und sich von ihr verabschiedet. Ob er sie anrufen sollte wusste er noch nicht. Aber warum nicht? Sie war ihm sympathisch und endlich mal was anderes als diese dümmlich kichernden Frauen, die sich sonst als Gespielinnen bei den Yakuza herumtrieben. Er steckte die Karte in seine Hosentasche und erntete einen vielsagenden Blick vom Barkeeper. Akira zuckte nur knappmit den Schultern, krempelte den Ärmel seines Hemdes wieder runter und trank noch in Ruhe seinen Maithai aus, bevor er sich langsam erhob und überlegte wo er seine Schwester treffen konnte. Er hatte sie schon lange nicht mehr gesehen und fragte sich ernsthaft ob es ihr gut ging. Es war bereits dunkel und er glaubte nicht das er verfolgt wurde. Die Yakuza trauten ihm und setzten ihn sogar hin und wieder im Fight Club ein um Geld zu machen.
Akira ging also entspannt, die Hände den Taschen haltend aus der Bar und blieb auf der Straße stehen um sich dennoch einmal umzusehen. Er sah niemanden und zuckte mit den Schultern, während er den Weg zu der Wohnung einschlug, die er zusammen mit Kazumi bewohnte. Er freute sich darauf sie wieder zu sehen und mit ihr zu reden. Er wusste das sie ihm wieder Vorträge über die Gefahr seiner Arbeit erzählen würde und das sie versuchen würde ihn davon abzubringen. Aber so einfach war das mittlerweile nicht mehr. Er war ein festes Mitglied der Yakuza und konnte nicht so einfach aussteigen. Außerdem hatte er schon viele Beweise, Verhaftungen und andere belastende Dinge, die er einsetzen konnte, sobald man ihn kontaktierte. Er setzte den Weg fort und kam schon bald nach einem gesunden Spaziergang an der Wohnung an.

tbc: Wohnung von Akira und Kazumi
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