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 Krankenhaus

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Akira
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BeitragThema: Krankenhaus   Fr Jun 22, 2007 8:06 pm



Das Krankenhaus verfügt über die besten Ärzte in ganz Tokio und jeden Tag finden sich hier mehrere Verletzte ein. Autounfälle, Schussverletzungen und Opfer von schweren Schlägereien sind die häufigsten Besucher dieses Krankenhauses und nicht selten erliegen sie ihren Verletzungen.
Die Zimmer sind wie in den meisten Krankenhäusern ziemlich stiril eingerichtet und in schlichtem Weiß gehalten. Einzelzimmer gibt es, aber nur wenn man diese von seiner Versicherung zugesagt bekommt oder sehr schwer verletzt ist und viel Ruhe braucht.
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Yutaka
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 3:28 am

Die Maschinen um Youkai, wie den Schwestern den Namenlosen nannten, hatten seit Monaten den selben monotenen Klang. Der Herzschlag ging gleich, die Hirnströme blieben unverändert und man rechnete nicht damit, dass er wieder erwachen würde. Dennoch fehlte dem Krankenhaus die Bestätigung, die sie benötigten, um die Maschinen einfach abzustellen.
Yutaka wurde in eines der oberen Zimmer gelegt. Künstliche Ernährung und eine Schwester, die hin und wieder nach ihm sah, oder ihn wusch waren inzwischen Routine. Auch die Glieder mussten hin und wieder bewegt werden, um zu vermeiden, dass sie in ihrer Regungslosigkeit wund lagen. Gänzlich vermeiden ließ sich das zwar keineswegs, aber es sorgte dafür, dass dem Komapatienten nicht am Ende noch ein Bein amputiert werden musste.
Die erste Zeit hatte Yutaka auf der Intensivstation verbracht, wo man mit allen Mitteln versuchte, ihn aus seinem Koma zu lösen. Die Versuche scheiterten jedoch und einige Monate später, wurde er in eine ruhigere Station in den oberen Etagen verlegt.
Dann irgendwann mitten in der Nacht war an Yutakas Finger ein Zucken auszumachen. Die Augen bewegten sich unter geschlossenen Lidern. Bilder von Menschen, fremden Menschen, suchten ihn Heim, laute Stimmen konnte er hören und die Hitze eines umgreifenden Feuers auf seiner Haut spüren. Und doch war er zu entfernt von all dem um sagen zu können, dass er die Realität vor seinen Augen sah. Etwas stimmte nicht - mit ihm. Er fühlte sich gefangen von einer Dunkelheit, die er nicht fähig war zu verlassen, zumindest anfangs, denn bald darauf könnte er Stöße im Brustbereich fühlen.
Die Schwester war zufällig in seinem Zimmer gewesen, als er sich bewegt hatte. Schon vom ersten Tag an, fand sie die mysteriöse Weise, auf die Youkai eingeliefert wurde, interessant. Keine Familie meldete sich, um nach einem jungen Mann zu suchen, keine Freunde kamen hier her und wirklich niemand kam, der ihn identifizieren hätte können. Als sie die Regung des Fingers sah und kurz darauf auch das Zucken der Augen, rief sie nach einem Doktor, der sofort kam, um die nötigen Maßnahmen einzuleiten.
Als Yutaka erwachte befand er sich im Schockzustand, keinen Gedanken konnte er fassen, in seinem Kopf herrschte Leere. Sein Bewusstsein hielt nur wenige Sekunden an, ehe er wieder in sich zusammenbrach. Aber zur Erleichterung des Doktors lediglich durch Erschöpfung und nicht in ein Wachkoma.
Sein Erwachen lag nun vier Tage zurück. Noch immer hatte er keine Erinnerungen, konnte weder der anrückenden Polizei noch den Krankenschwestern seinen Namen oder sonstiges sagen. Aber man teilte ihm mit, wo man ihn gefunden hat, was geschehen war und bereitete ihn langsam darauf vor, dass er zwei Jahre im Koma gelegen hatte. Natürlich ist das für einen jungen Mann kaum zu begreifen, erst recht, wenn man jegliche Erinnerungen verloren hatte und niemand da war, der helfen konnte, Licht auf sein Leben zu werfen. So blieb er weiterhin der Youkai, während er noch im Krankenhaus gehalten wurde, um seine Werte zu beobachten. Panikattacken suchten ihn immer wieder heim, aber je länger er wach war, desto seltener wurden sie und man erlaubte ihm schließlich, das Zimmer zu verlassen.
So auch heute. Es war noch vormittag und Yutaka hatte eine weitere unruhige Nacht hinter sich gebracht. Das Krankenhaus hatte einen kleinen Hof. Nicht wirklich groß oder spektakulär, aber da er nicht wusste, wohin er sich wenden sollte, beließ er es dabei sich damit abzufinden. Das einzige was er gefunden hatte, war eine Nummer. Er kannte sie nicht und noch weniger deren Bedeutung, sodass er sie beiseite legte und einfach darauf hoffte, dass ihn irgendjemand finden würde, der ihm sagen konnte, wer er war. Mehrmals drückte er den Knopf der Krankenschwestern, aber niemand kam. Warten wollte er nicht länger, sodass er entschied, allein zu gehen. Immerhin fühlte er sich stark genug, auch wenn sein Körper ihm immer noch fremd war und vor allem die recht eigene Tätowierung am rechten Arm ihm Rätsel aufgab. Die Tür stieß er eher achtlos auf, während er seinen Arm erneut begutachtete, vielleicht hoffte er dort auf irgendeinen Hinweis. Aber natürlich ließ sich niemand die Hausnummer oder den eigenen Namen tätowieren, sodass seine Hoffnungen gleich Null waren. Als er die Tür wieder ins Schloss fallen ließ, bemerkte er nicht die junge Frau, die sich von der anderen Seite näherte und in die er nun etwas unsanft herein lief. Der zu boden gegangenen, streckte er die Hand entgegen, um ihr aufzuhelfen.
"Verzeiht, ich ... habe Sie nicht kommen sehen. Haben Sie sich etwas getan?"
fragte er mit schwachem und vor allem entschuldigendem Lächeln.
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Kazumi
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 4:08 am

Schon früh am Morgen hatte sich Kazumi in das Krankenhaus begeben um nach einer Freundin zu sehen, die vor zwei Tagen am Blindarm operiert worden war. Seit ihr Bruder nicht mehr ständig bei ihr sein konnte, hatte die junge Studentin nichts zu tun und anstatt den ganzen Tag mit Lernen oder dem Beiwohnen von Vorlesungen zu verbringen, zog sie es vor durch die Stadt zu laufen, auf der Hoffnung irgendetwas Interessantes zu finden. Als ihr heute Früh bereits wieder die Decke auf den Kopf gefallen war, hatte sie entschieden, die Vorlesung ausfallen zu lassen und das Hospital aufzusuchen. Alles war besser als stundenlang daran zu denken, dass sie wohlmöglich am Abend das Bild ihres Bruders in den Nachrichten sähe und so erführe, dass er umgebracht worden war. Tatsächlich drehte sich ihr ganzes Denken zu meist bloß um die Angst um Akira. Sie wollte ihn nicht verlieren. Was sollte sie denn tun, wenn er sie verließe? Immerhin hatte sie nur ihn, auch wenn er im Augenblick nicht bei ihr sein konnte. Ginge s nach ihr, so hätte er seinen Dienst längst quittieren sollen, aber nein, ihm bedeutete seine Arbeit ja viel zu viel. Was hatte er schon davon? Hatte ihr Vater denn nicht ebenso gedacht und deswegen sein leben eingebüßt?
"Ich werde nun gehen, wohlmöglich komme ich morgen noch einmal vorbei", wendete sich Kazumi nun an ihre Freundin und drückte kurz deren Hand, ehe sie sich von dem Stuhl neben dem Bett des Mädchens erhob. Maiko, so der Name der Freundin lächelte. "Komm gut nach Hause Kazumi-Chan." Die Studentin nickte und wandte sich zum Gehen. Ohne einen letzten Blick auf das Krankenbett, schritt sie zur Tür und öffnete diese. Mit einem Seufzen trat sie auf den von Neonröhren erleuchteten Korridor hinaus. Sie hasste Krankenhäuser. Verabscheute den Geruch von Desinfektionsmitteln und diese ganze sterile Umgebung. Wie oft hatte sie sich schon ausgemalt, dass sie Akira eines Tages auf der Intensivstation des Krankenhauses würde besuchen müssen? Energisch schüttelte sie den Kopf und lief den langen Flur hinab. Akira war ein erwachsener Mann und er war gut in dem was er tat. Er würde sicherlich auf sich aufpassen können. Dennoch konnte sie nicht leugnen, dass sie sich tagtäglich größere Sorgen um ihn machte. Und dies mit jeder Stunde, die sie nichts von ihm hörte. Es war nun einmal so und sie konnte nichts dagegen tun. Er war nun einmal von klein auf, die einzige Person gewesen, die immer für sie da war, auf die sich verlassen konnte. Und nun hatte sie niemanden, der sich um sie kümmerte, der ihr ihre Einsamkeit nahm. Ja, wahrscheinlich hatte ihre Mutter Recht gehabt, als diese ihr vorgeworfen hatte, sie sei von ihrem Bruder abhängig.
Wie sie so völlig in Gedanken versunken den Gang hinab ging, nahm sie die anderen Patienten und die vorbei hetzenden Ärzte, gar nicht wirklich wahr. Wie so oft war sie in ihre eigene Welt abgetaucht. Ihre Umgebung schien an Wichtigkeit verloren.
Schlagartig jedoch wurde sie auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Sie hatte den fremden jungen Mann gar nicht auf sich zukommen sehen, der sie nun ziemlich unsanft anrempelte, sodass sie zurücktaumelte und zu Boden fiel. Völlig irritiert sah sie auf, sich innerlich dafür ohrpfeigend, schon wieder so in ihre Gedankenwelt versunken zu sein. "Nein nein, es war meine Schuld, ich habe nicht auf meine Umgebung geachtet," wehrte sie ab und griff vorsichtig nach seiner Hand. Sich von ihm aufhelfen lassend, erwiderte sie sein Lächeln sanft und schüttelte dann den Kopf. "Es ist nichts passiert." Kurz musterte sie ihn. "Ist bei Ihnen alles in Ordnung?"
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Yutaka
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 4:51 am

Obwohl Yutakas Körper sich noch immer so fremd anfühlte, war es wie ein Reflex, das er sich sofort zu ihr gelehnt hatte, um ihr wieder auf die Beine zu helfen. Wenn er bislang nichts über sich gewusst hatte, ging er nun wenigstens davon aus, dass er ein höflicher Mensch war.
Als sie wieder auf den Beinen war, schaute er sie musternd an. Eigentlich nur, um zu sehen, ob ihr wirklich nichts fehlte, dennoch stellte er fest, dass ihr sein Blick länger anhaftete, als er wohl sollte, sodass er sich bemühte woanders hinzusehen. Zumindest schien ihr nichts zu Fehlen und ihr Lächeln verriet, dass sie keineswegs log. Schuldzuweisungen lagen ihm nicht. Er hatte sie nicht kommen sehen und konnte somit wohl kaum beurteilen, wer von ihnen in wen gerannt war, also beließ er es mit einem lächelnden Kopfschütteln dabei.
Seine Hand löste er von ihrer und war bereits daran zu gehen. Das weiß der Wände fing an ihn einzudrücken und bevor er wieder von unergründlichen Panikattacken heimgesucht wurde, wollte er draußen an der frischen Luft sein. Ihre Frage brachte ihn kurz ins Stolpern und er dachte gar nicht daran, dass sie den Zusammenstoß meinte.
"Ich fürchte, ich weiß es nicht, aber ich hoffe, es nach etwas frischer Luft herauszufinden."
Erst dann fiel ihm auf, wie merkwürdig seine Antwort auf sie wirken musste. Sie würde weder etwas damit anfangen können, noch wäre ihre Frage damit beantwortet.
"Ich meinte, nein, es ist nichts passiert."
korrigierte er sich dann entschuldigend und blickte sie wieder an.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 5:17 am

Noch immer lächelnd, klopfte sie sich die Hose ab, obgleich es im Grunde völlig sinnlos war, da man in einem Krankenhaus wohl kaum mit Schmutz auf dem Boden rechnen konnte. Natürlich entging ihr nicht, dass er sie musterte und schließlich seinen Blick abwendete. Nicht, dass dieser sie gestört hätte. Nicht selten spürte sie Blicke auf sich, die bedrängend wirkten, doch sein Mustern hatte nicht den Eindruck hinterlassen, als zöge er sie ihm Gedanken bereits aus.
Dennoch hielt sie ihren Blick gesenkt, während noch immer ein freundliches Lächeln ihre feinen Züge zierte. Als er im Begriff war sich abzuwenden, wollte sie es ihm gleichtun und einfach ihren Weg fortsetzen, hielt aber inne, als sie seine Worte vernahm. Verständnislos hob sie ihren Blick an um ihn anzuschauen. Er konnte wohl kaum von dem Zusammenstoß eben gesprochen zu haben. Und falls doch, dann musste er ein reichlich merkwürdiger Mann sein, wenn ihm erst ein Spaziergang sagen konnte, ob er sich eben verletzt hatte. Nun ja, wahrscheinlich hatte er wichtigere Probleme als ein Zusammenstoß mit einer Fremden. "Ich meinte, nein, es ist nichts passiert." räumte er schließlich ein.
"Freut mich zu Hören", entgegnete sie daraufhin mit einem ehrlichen Lächeln. Kurz sah sie ihn an und schien zu überlegen. "Sie sagten, Sie wollten an die frische Luft? Darf ich Sie vielleicht begleiten?" Kazumi dachte gar nicht daran, dass sie wohlmöglich aufdringlich wirken mochte. Sie war von Natur aus ein offener Mensch und da sie ohnehin nichts mit sich anzufangen wusste, konnte sie genauso gut ihre Zeit mit einem völlig Fremden verbringen.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 5:46 am

Yutaka rechnete eigentlich mit keinen weiteren Worten und war schon drauf und dran endlich den kleinen Hof aufzusuchen. Ihre Frage brachte ihn jedoch zu einem Lächeln. Er kannte niemanden hier, auch wenn sie das nicht wissen konnte und war insgeheim wohl froh über etwas Gesellschaft. Er glaubte zwar nicht, dass sie ihm dabei helfen würde, seine Erinnerungen aufzufrischen, aber er hat nichts dagegen welche an eine hübsche Fremde zu sammeln. Das einzige, was ihm nicht ganz passen wollte, war wohl die Tatsache, dass er sich als Patient in einem Krankenhaus befand. In Tokyo gab es sicherlich viele Ort, an denen man einen Spaziergang wagen konnte, aber der Hof eines Krankenhauses gehörten gewiss nicht dazu. Ganz zu schweigen von diesen furchtbaren Kitteln, die man Patienten umlegte, um sie als solche leichter erkennen zu können. Abzulehnen kam ihm deshalb jedoch nicht in den Sinn. Er fand Kazumis Verhalten nicht weiter aufdringlich. Ihre Anwesenheit konnte ihn etwas ablenken und das allein hätte ihm schon geholfen, großzügig darüber hinweg zu sehen.
"Wenn Sie sich an einem kleinen Hof erfreuen können, gerne. Aber sagen Sie hinter her nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!"
fügte er mit einem Schmunzeln hinzu, ehe er sie zunächst zum Aufzug führte, der sie dann auf das Dach führte. Es war kein wirklicher Hof, sondern vielmehr ein Dach, das etwas umfunktioniert wurde, da inmitten einer so dicht bewohnten Stadt wie Tokyo ein Krankenhaus kaum Platz für einen eigenen Hof bot. Aber der Ausblick ließ über die tristen Grautöne, die hier oben herrschten und nur durch ein paar grüne Stellen vertröstet wurden, hinwegblicken. Oben angekommen, schloss Yutaka kurz die Augen, als er den Wind der Höhe in seinem Gesicht spürte. Dann widmete er sich seiner fremden Begleitung.
"Darf ich Sie nach Ihrem Namen fragen?"
Dass er sie damit zwangsläufig dazu brachte, die Frage kurz darauf zurückzugeben, war ihm wohl kaum bewusst. Wahrscheinlich hatte er sich in den vier Tagen noch nicht gänzlich damit abgefunden, dass er nichts über sich selbst wusste und nur einen Leere in sich spürte, die nachts von unschönen Alpträumen gefüllt wurde.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 7:16 am

Die 21 Jährige war erleichtert, als er sie nicht abwies, sondern ihre Worte mit einem Lächeln bedachte, ehe er zum Sprechen ansetzte. Sie konnte ja auch nichts dafür, dass ihr nichts anderes einfiel, als ihre Zeit mit einem fremden, wenngleich auch scheinbar netten, Mann zu verbringen. Natürlich hätte sie noch zur Uni gehen, die Mitschriften eines Freundes abschreiben und sagen können, sie habe verschlafen. Aber danach stand ihr im Augenblick nun wirklich nicht der Sinn. Im Grunde sehnte sie sich die Semesterferien oder wenigstens ein Treffen mit ihrem Bruder herbei. Doch beides lag noch in unantastbarer Ferne. Nun ja, wohlmöglich hatte Akira ja bald genug Informationen zusammen und würde endlich zu ihr zurückkehren. Vielleicht würde sie ja dann endlich wieder neue Ideen haben und sich nicht mehr so durch den Tag quälen müssen. Nächstes Jahr zu dieser Zeit würde sie ihr Studium beendet haben und sie wollte nicht, dass es ewig so weiter ginge, dass sie auch in zwei Jahren noch zu Hause säße und auf ihren Bruder wartete.
"Wenn Sie sich an einem kleinen Hof erfreuen können, gerne. Aber sagen Sie hinter her nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!" Wieder war es ihre Begegnung, die sie aus ihren Gedanken riss. “In Ordnung, dann werde ich auf eigene Gefahr mit kommen“, schmunzelte sie und folgte ihm zu den Aufzügen. Kazumi wusste, was man in diesem Krankenhaus als Hof bezeichnete. Eine winzige Grünanlage auf dem Dach des Hospitals. Wenn es denn wenigstens das gewesen wäre. Doch davon konnte nun wirklich nicht die Rede sein, wie sie bestätigt fühlte, als sie auf den Hof hinaus trat. Vereinzelte Bänke standen umgeben von wenigen grünen Flecken und der ein oder anderen Pflanze. Sie ließ ihren Blick schweifen. Von hier oben hatte man teilweiße eine ganz wundervolle Sicht auf die Stadt, wenngleich diese, von den sich anschließenden Hochhäusern beeinträchtigt wurde. Obwohl der Hof sicherlich nicht der schönste Ort in Tokio war, konnte sie nachvollziehen, weshalb die meisten Patienten sich lieber dort als in ihren Zimmern aufhielten.
Als sie die Frage nach ihrem Namen vernahm, drehte sie sich dem Mann zu, den sie auf das Dach begleitet hatte . ”Nun…Fragen dürfen Sie. Nur ob Sie auch eine Antwort erhalten?”, entgegnete sie grinsend, ehe sie den Kopf schüttelte. ”Ich bin Kazumi”, stellte sie sich schließlich vor. Es schien für sie wie selbstverständlich bloß ihren Vornamen zu nennen und ihm so zu gestatten sie zu duzen. ”Und Sie sind?”
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 1:50 pm

Wer auch immer die junge Fremde sein mochte, Yutaka wusste schon jetzt, dass er sich eine Frohnatur eingefangen hatte. Nicht, dass ihn das gestört hätte. Im Gegenteil. Das Lächeln der jungen Frau war angenehm und die völlig uneingeschüchterte Art auf eine seltsame Art erfrischend, aber dennoch fremd.
Auf dem Dach angekommen begann er gleich den Spaziergang und auch wenn es nicht im entferntesten helfen wollte oder er den Gedanken ein Patient hier zu sein nicht ganz ablegen konnte, tat wenigstens die frische Luft und der Farbwechsel von sterilem weiß zu den verschiedenen Graustufen anderer Gebäude gut.
Als sie zunächst eine Antwort abzulehnen schien, bedachte er sie mit einem verwirrten Seitenblick. Er kannte sie zwar nicht und wusste keineswegs, was er zu erwarten hatte, aber die Tatsache, dass sie nicht bereit war sich vorzustellen, passte nicht in das Bild, welches er sich bereits von ihr gemacht hatte. Doch nannte sie ihren Namen kurz darauf noch. Kazumi, ein schöner Name für eine hübsche, junge Frau.
Allerdings brachte ihn die Frage nach seinem Namen erneut ins Schwanken. Er hätte wirklich mit der Gegenfrage rechnen können, dass sie nun gestellt wurde, brachte ihn trotzdessen ein wenig aus der Ruhe. Youkai war kein Name. Keine Eltern würden einen Sohn Geist nennen. Es war lediglich eine Art Titel, den er in den letzten zwei Jahren bekommen hatte. Da er noch immer keinen Namen nennen konnte, war er vorerst Youkai geblieben.
"Wenn ich das wüsste, wäre ich vermutlich nicht mehr hier."
antwortete Yutaka mit einem schwachen Lächeln. Aber dass er nicht log, nur um seinen Namen nicht nennen zu müssen, war ihm anzusehen.
"Ich bin nicht hier, weil ich einen Bruch erlitten oder andere Beschwerden habe. Bis vor kurzem war ich noch in einem ganz anderen Zustand."
Bei seinen Worten blickte er zuerst auf seine Hand und bewegte sie. Noch immer ein fremdes Gefühl und der Anblick der Tätowierung beunruhigte ihn ebenfalls weiterhin.
"Ich habe mein Erinnerungsvermögen verloren. Ich weiß nicht, wer ich bin. Aber hier nennen sie mich Youkai."
Eine seltsame Vorstellung und wahrscheinlich eine noch merkwürdigere Begegnung, dennoch hielt er ihr die Hand entgegen, um die Vorstellung zu vervollständigen. Dass sie ihm zwar indirekt gestattete, sie zu duzen, fiel ihm auf und brachte ihn erneut zum Lächeln. Ganz davon abgesehen, dass sie es anbot, war es kaum ungewöhnlich, dass der Altersunterschied es leichter machte, sie zu duzen.
"Du siehst nicht aus wie eine Patienten."
stellte er schließlich fest und auch wenn er nicht danach fragte, was genau sie hier her führte, war deutlich zu erkennen, dass er genau darauf abzielte. Aber er wollte Kazumi mit seiner Frage sicherlich nicht bedrängen.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 6:16 pm

Schweigend folgte sie ihm, ihren Blick schweifen lassend. Kazumi zog es vor nichts zu sagen, denn zu oft schon hatte sie feststellen müssen zu viel geredet und andere Personen damit verkrault zu haben. Sie war nun einmal eine offene und fröhliche Person und obgleich dies nicht bei jedem Anklang fand, wollte sie nichts daran ändern. Dennoch ermahnte sie sich oftmals etwas ruhiger zu sein und nicht jeden gleich mit einem Schwall unzähliger Worte zu verjagen.
Nachdenklich sah sie sich um und fand einen weiteren Grund weshalb sie Krankenhäuser nicht mochte. Erst dieses ganze sterile Weiß, die Linoleum Böden und dann das bisschen Grün auf dem Dach. Krankenhäuser waren eintönig und langweilig und kein Ort an dem ein Mensch, wie sie, sich wohl fühlen konnte. Der Seitenblick, mit welchem er sie bedachte, als sie nicht gleich ihren Namen nannte, sondern mit einem Grinsen vorerst verheimlichte, entging ihr nicht. Als sie ihn dann schließlich die Gegenfrage stellte, ihn nach seinen Namen fragte, wirkte er unsicher. Ein fragender Ausdruck legte sich auf ihre Züge. Als er zu erklären begann, änderte sich dieser Ausdruck allmählich zur Betroffenheit und sie biss sich auf die Zunge. Na wunderbar. Da hatte sie ja wieder einmal bewiesen welch Taktgefühl sie doch an den Tag legte. Natürlich hatte sie nicht ahnen können, dass er keinerlei Erinnerungen mehr hatte und dennoch hätte sie sich die Frage doch einfach verkneifen können. Andernfalls, war es bloß logisch, dass man nach dem Namen des Gesprächspartners fragte, wenn man ihm schon den Seinen preisgab. Trotz dieser Erkenntnis, ärgerte sie sich über sich selbst. „Tut mir leid, wenn ich Ihnen mit meiner Frage zu nahe getreten bin“, meinte sie schließlich, nachdem er geendet hatte. Für seinen Zustand konnte sie sich nicht entschuldigen, daran trug sie keine Schuld, aber dafür, dass sie ihn nach seinen Namen gefragt und ihn so in Verlegenheit brachte.
Unauffällig war sie einem Blick gefolgt und hatte die Tätowierung an seinem Arm bemerkt, zumindest den Teil, der nicht von dem halbärmligen Kittel verborgen wurde. Weshalb war sie ihr nicht schon viel früher aufgefallen? Nun war sie zu allem Überfluss auch noch unaufmerksam. Die Tätowierung erinnerte sie an etwas. Nur woran? Sie war sich sicher, dass sie, sie schon einmal irgendwo gesehen hatte. Und wie wahrscheinlich war es, dass durch Zufall mehrere Menschen das selbe Tattoo trugen?
"Du siehst nicht aus wie eine Patienten." Erneut riss man sie aus ihren Gedanken. Ein weiterer Punkt an welchem sie arbeiten musste, weniger zu denken. Nur, wenn sie nicht dachte, dann sprach sie. Es schien also hoffnungslos. „Ich bin auch keine Patientin. Ich bin bloß hergekommen um mich von einem netten Menschen umrennen zu lassen, damit mir nicht langweilig wird“, erklärte sie mit einem Schmunzeln. “Nein, im Ernst. Ich hielt es hier wohl kaum mehr als einen Tag aus. Eine Freundin von mir wurde operiert. Ich kam bloß her um sie zu besuchen.“
Noch einmal blickte sie an seinem Arm hinab. Die Tätowierung war recht auffällig und sie sich sicher sie zu kennen. Plötzlich schien sie sich zu erinnern, woher sie diese kannte. Überraschung sprach aus ihrem Blick. Seit einiger Zeit, interessierte sie sich für die Four Dragons, obgleich sie dies niemals offen zugeben würde, somal ihr Bruder das nicht gutheißen würde. ”Diese Tätowierung…”, setzte sie an, hielt dann aber inne. Er konnte sich nicht erinnern und wohlmöglich wollte er das ja auch gar nicht.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 7:51 pm

Ohne sagen zu können wieso, fiel Yutaka auf, dass Kazumi ruhig war. Zu ruhig, denn von einer Frohnatur wie ihr konnte man wohl mehr Elan erwarten. Aber vielleicht irrte er sich ja auch. Es wunderte ihn sowieso, dass er sich so viele Gedanken machte und versuchte das Szenario einschätzen zu können. Normal konnte das keineswegs sein.
Nun war er derjenige, der aus seinen Gedanken gerissen wurde, als Kazumis Entschuldigung an sein Ohr drang.
"Mach dir keine Sorgen. Im Augenblick kann mir wohl niemand zu nahe treten. Außerdem konntest du das nicht wissen."
Seine Antwort klang ruhig, aber aufrichtig, während das kurze Kopfschütteln seine Worte bestätigte.
Bei ihrer ersten Erklärung schmunzelte er ebenfalls, auch wenn er wusste, dass diese keinesfalls ernst gemeint war. Wenigstens bestätigte das wieder seine Annahme, dass die anfängliche Ruhe nicht zu ihr passen wollte und nur einen fröhlichen Menschen verbarg.
"Und im Anschluss von einem Fremden umgerannt zu werden, um dich nicht zu langweilen?"
fügte er mit einem Grinsen hinzu und bemerkte zunächst gar nicht, dass auch sie die ihm so fremde Tätowierung musterte. Erst als sie diese ansprach blieb er stehen und blickte erst auf diese dann in die neugierigen Augen, der junge Frau, die er dennoch nicht als bedrängend empfand.
"Ungewöhnlich, nicht? Ich weiß nicht, woher ich sie habe. Aber das ist wohl kaum weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass mir nicht eine Erinnerung geblieben ist."
Er lächelte bei seinen Worten. Er wollte nicht, dass sie sich erneut ein schlechtes Gewissen einredete. Sie hatte nichts getan und ganz sicher war sie nicht der Grund für seine Tätowierung, den Unfall, den er hatte oder die Tatsache, dass er keine Erinnerungen an sein Leben hatte und nun ziellos in einem Krankenhaus saß. Sicher hatte er mehrfach überlegt es zu verlassen. Er hasste es hier zu sein, aber er wusste nicht, wohin er sich hätte wenden können und hoffte insgeheim, auch wenn zwei Jahre das schier unmöglich machten, dass irgend jemand kam, um ihm zu sagen, wer er war, wohin er gehörte.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So Jun 24, 2007 10:48 pm

Sie nickte, ein warmes Lächeln auf den feinen Zügen, als er erklärte, sie solle sich keine Sorgen machen. Sagen tat sie nichts, nicht weil sie nichts sagen wollte, sondern viel mehr, da ihr nichts einfiel. Was konnte sie schon viel von sich geben? Sie kannte den Man ebenso wenig wie er sich selbst kannte und war bisher nie in eine solche Situation gewesen. Das ganze behakte ihr nicht. Sie war lieber mit Menschen zusammen, die etwas von sich zu erzählen wusste. Bei ihnen wusste sie auch was sie sagen oder fragen konnte und was nicht. Dennoch war ihr seine Gegenwart in kleinster Weiße unangenehm.
Seine nachfolgenden Worte entlockten ihr ein leises Lachen. “Sie haben mich durchschaut”, lachte sie und behielt dabei einfach die Höflichkeitsform bei. Das sie durch diesen freien Tag einiges würde nachholen müssen, schien längst vergessen. Wozu hatte man Freunde? Da die Menschen, die sie als Freunde bezeichnete, meistens ebenso dachten und stets bei ihr abschrieben, würde es schon in Ordnung gehen, wenn auch sie mal ihre Informationen von wem andren bezog. Das sie oftmals bloß ausgenutzt werde und dies auch noch zu ließ, ohne sich zu wehren, schien ihr selbst gar nicht richtig bewusst zu sein.
Als er dann schließlich das Tattoo aufgriff nickte sie langsam. Wie erwartet wusste er selbst nichts darüber. Sie hätte ihm zwar sagen können was sie dachte, wozu diese Tätowierung gehörte, war sich aber nach wie vor nicht sicher, ob er dies überhaupt wissen wollte. Andrerseits war es sicherlich nicht verkehrt. In seiner Position klammerte man sich bestimmt an jeden noch so kleinen Anhaltspunkt der einen wohlmöglich weiterhelfen konnte. Dennoch warf das Tattoo auch Fragen auf. Wenn er wirklich zu den Four Dragons gehörte oder gehört haben mochte, was war geschehen, dass sich niemand des Syndikats seiner annahm? ”Mitglieder der Four Drgaons tragen ein solches Tattoo”, meinte sie schließlich und blickte zu ihm auf. Ihre Hände schob sie in die Gesäßtaschen ihrer Jeans. ”Aber wohlmöglich ist es auch bloß Zufall.”
Schließlich schüttelte sie den Kopf, wobei eine Strähne des braunen Haares in ihr Gesicht fiel und ihr rechtes Auge verdeckte. Stören schien es sie nicht, denn sie machte sich nicht die Mühe die Haare zurück zu streichen. ”Was wollen Sie nun tun? Ich meine, ewig können Sie wohl auch nicht hier bleiben,” wechselte sie schließlich das Thema. Auch jetzt schien sie nicht zu glauben ihn mit dieser Frage zu bedrängen. Und wenn dem doch so war, brauchte er ja nicht zu antworten.


Zuletzt von am Mo Jun 25, 2007 12:19 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mo Jun 25, 2007 12:13 am

Kazumis Lachen war äußerst ansteckend. Sie war wie der Sonnenschein, der zwischen dem tristen grau der Hochhäuser fehlte und ihre offene Art gefiel ihm. Yutaka überlegte, ihr ebenfalls das "Du" anzubieten, hatte aber keinen Namen, den er damit in Verbindung hätte bringen können. Und jemand den man nicht kannte und dessen Namen nicht einmal genannt werden konnte, duzte man nicht einfach so.
"Es könnte daran liegen, dass deine Art das nicht sonderlich schwer macht."
antwortete er lächelnd und keinesfalls tadelnd. Ihre offene und fröhliche Art ihr zum Vorwurf zu machen, wäre ihm gewiss nicht in den Sinn gekommen und er ging einfach davon aus, dass sie das auch verstand. Hätte er sie als bedrängend oder unhöflich empfunden, hätte er längst dafür gesorgt, dass sich ihre Wege wieder trennten. Immerhin wartete unten noch ein wunderbar sauberes und langweiliges Zimmer auf ihn.
Das Gespräch über die Tätowierung behagte ihm nicht. Er konnte zwar nicht sagen wieso, aber es fühlte sich nicht gut an. Und eine Tätowierung dieser Art, an dieser Stelle und von dieser Größe hatte sicherlich einen tieferen Sinn. Vielleicht einen Sinn, den er gar nicht kennen wollte. Wie auch immer es gewesen sein mochte, er erinnerte sich nicht und wenigstens das war ein tröstender Gedanke.
Four Dragons. Yutaka verband nichts mit dieser Bezeichnung. Ein kurzes Stechen und er glaubte wieder jene Gesichter zu sehen, die ihn Nachts heimsuchten, aber er stufte es als weiteren Panikanfall ein. Wie konnte er auch etwas mit einer Bezeichnung verbinden, die er nicht kannte?
"Four Dragons?"
fragte er schließlich ruhig nach, in der Hoffnung, dass sie etwas mehr wusste, als nur, dass Mitglieder eine solche Tätowierung trugen.
Als sich eine Strähne des braunen Haares in ihrem Augen verfing, wandte er sich ihr lächelnd zu.
"Darf ich?"
Seine Frage war eigentlich unnötig, denn er strich die Strähne bereits zurück hinter ihr Ohr. Bei ihrer Frage blickte er sie kurz an. Sie hatte recht und er selbst hatte diesen Gedanken schon geführt.
"Nein, das kann ich nicht und ich will es auch gar nicht."
antwortete er wieder ruhig, während sein Lächeln erstickte.
"Aber offen gestanden, weiß ich es nicht. Ich habe bis heute noch gehofft, dass mich irgend jemand findet. Familie, Freunde, oder wenigstens ein bekanntes Gesicht. Aber seit ich wach bin, hat mich niemand besucht und nicht einmal das Personal weiß, wer ich bin. Ich weiß nicht, wie ich das Krankenhaus so verlassen kann, wohin ich gehen soll. Aber das ändert trotzdem nichts daran, dass ich nicht ewig bleiben kann und will."
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mo Jun 25, 2007 12:51 am

Sie merkte ihm an, dass er seine Worte keineswegs böse meinte. Dennoch regten sie, sie zum Nachdenken an. Wenn sie wirklich so leicht durch ihre offene Art zu durchschauen war, dann sollte sie wohlmöglich doch ein wenig mehr darauf achten, wie sie sich anderen Menschen gegenüber verhielt. Denn dumm war sie nicht und so war sie sich durchaus bewusst, dass es auch Personen gab, die ihre offene, durchschaubare Art ausnutzen würden. Wahrscheinlich war es sogar berechtigt, wenn andere sie Sonnenschein oder Mieze nannten. Sie war eine Frohnatur und wirkte dabei nicht selten wie ein kleines Mädchen, anstatt einer erwachsenen Frau. Manche hielten sie auch glatt für ein kleines Dummchen wenn sie, sie das erste Mal sahen. Doch Kazumi hatte sich noch nie viel aus Worten anderer gemacht. Für sie war stets bloß die Meinung ihres Bruders wichtig gewesen. Wenn ihr Bruder behauptete sie sei hübsch, dann war dem auch so. Aber wenn jemand Fremdes sie als dumm bezeichnete, so war dies ohne Belang für sie.
Auf seine Frage hin nickte sie bestätigend. ”Die Four Draons sind ein gegen die Yakuza rebellierendes Syndikat. Sie sind erst vor wenigen Jahren in die Öffentlichkeit getreten, so weit ich weiß. Jeder der zu ihnen gehört trägt das Zeichen der Dragons als Tattoo. Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob Ihr Tattoo mit dem des Syndikats übereinstimmt”, fasste sie dann kurz einige Einzelheiten zusammen. Viel mehr wusste sie selbst nicht darüber, obwohl sie sich vorgenommen hatte mehr über das noch junge Syndikat heraus zu finden.
Mit einem Lächeln bedachte sie seine Worte, auf welche hin, er ihr die Strähne aus dem Gesicht strich. ”Danke.”
Wie sie erwartet hatte, hatte er keine Ahnung was er tun , wohin er gehen sollte. Sie hätte ihm zwar gerne weiter geholfen, wusste jedoch nicht wie. Zwar hätte sie ihm übergangsweiße das Sofa im Wohnzimmer anbieten können, doch nicht bloß, dass sie wusste, er würde ablehnen, wäre dies ja auch keine Lösung auf Dauer gewesen. Es war schon merkwürdig, dass niemand da war, der sich um den jungen Mann hätte kümmern wollen. ”Wohlmöglich stammen Sie ja gar nicht aus Tokio?”, spekulierte sie schließlich. Dies wäre immerhin eine Erklärung gewesen, weshalb aus seiner Familie oder keiner seiner Freunde herkam um ihn zu besuchen oder nach Hause zu holen.
Auf einer Bank ließ sie sich nieder und sah zu ihm auf.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mo Jun 25, 2007 1:35 am

Ihren Erklärungen bezüglich der Four Dragons lauschte er aufmerksam. Er wusste nicht wirklich etwas damit anzufangen, denn die Nachhilfestellungen, die Ärzte und Personal geleistet hatten, um ihn nicht ganz im Dunklen stehen zu lassen, hatten keine Gespräche über seine Tätowierung beinhaltet. In einer Zeitung hatte er von den Yakuza gelesen, sich aber nicht weiter dafür interessiert. Viel mehr lag sein Interesse daran in alten Zeitungen nach Anzeigen zu suchen.
Junger Mann, Mitte Zwanzig, von durchschnittlicher Größe gesucht.
So oder so ähnlich hatte er sich vorgestellt, irgendwen, der ihm vertraut war, wiederzufinden. Aber gewünschtes Ziel blieb natürlich aus. Sicher hatte er zahlreiche Anzeigen gefunden, die einen ähnlichen Text beinhalteten, aber nachdem er das erste Mal bei einer solchen Nummer angerufen hatte, musste er einsehen, dass das keinesfalls die Art von Anzeige war, die er sich erhoffte. Seit dem versuchte er gar nicht mehr selbst, jemanden zu finden und überließ diese Fügungsart seinem Schicksal. Bislang erfolglos.
Nachem sie geendet hatte, nickte er kurz. Er hatte verstanden, worauf sie hinaus wollte, konnte damit aber nichts anfangen.
"Das würde aber zwangsläufig vorraussetzen, dass man mich kennt und demnach hätte man mich finden müssen. Da der Erfolg jedoch ausblieb, gehe ich davon aus, dass es sich wirklich um einen Zufall handelt."
erklärte er vorsichtig und bemerkte selbst gar nicht, dass er versuchte sich diesen Zufall schön zu Reden. Wenn sie recht hat, wollte er nicht, dass es so war. Zwar hätte er gewusst, wohin er gehörte und wenn er ehrlich zu sich gewesen wäre, hätte er auch einsehen müssen, dass seine Träume sicherlich keine Zufälle waren, aber er weigerte sich schlichtweg Gedanken in diese Richtung zu akzeptieren, solange niemand kam, der sie ihm bestätigte.
Er ließ sich neben ihr auf der Bank sitzen und ließ seinen Blick durch die Hochhäuser schweifen.
"Nein, ich komme von hier. Das einzige was mir etwas vertraut ist, sind die hohen Häuser und die Straßenverläufe, die ich hier sehen kann. Es ist mehr eine Ahnung, als eine Erinnerung, aber ich bin schon lange hier."
antwortete er ruhig. Er wusste es zu schätzen, dass sie ihm helfen wollte, aber das war ihr kaum möglich. Womöglich musste er doch versuchen die Zahlen auf dem Zettel zu verstehen und sich dort hin wenden. Immerhin war es sein einziges Zeichen und wie lange er es mit Kittel und nie endendem Weiß noch aushielt, vermochte er nicht zu sagen.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mo Jun 25, 2007 9:31 pm

Eine Weile ruhte ihr Blick noch auf ihrem Gesprächspartner, ehe sie ihn abwandte um zwischen den Hochhäusern umher zu sehen. Man sah doch immer bloß das Gleiche. Verschiedene schwarz und Grautöne in all ihren Abstufungen. Verdunkelte oder entspiegelte Fenster. Egal ob man sich auf dem Dach des Hospitals oder im Krankenzimmer aufhielt. Ein trostloser Ort, selbst wenn man bedachte, dass in diesem Krankenhaus täglich Kinder geboren wurden. Doch ebenso viele Menschen wie geboren wurden, starben auch an diesem Ort, wenn die Sterberate nicht gar die Geburtenrate überstieg. Und dazu kam dann noch das ewig sterile Weiß. Selbst die Cafeteria konnte darüber nicht hinweg trösten. Wohlmöglich hatte sie soeben etwas gefunden, was sie nach ihrem Studium machen konnte. Ein Sonnenschein wie sie einer war, war im Krankenhaus sicherlich gern gesehen. Besonders die älteren Patienten konnten gewiss hin und wieder jemanden zum Reden brauchen. Und da sie nach ihrem Studium den Nebenjob im Dojo aufgeben wollte, konnte sie ihre Freizeit auch als Ehrenamtliche im Hospital verbringen. So kam sie wenigstens unter Leute und musste sich nicht zu Hause langweilen, wo ihr ohnehin bloß die Decke auf den Kopf fiel.
”Wahrscheinlich haben Sie recht”, räumte sie schließlich ein. Wie lange er bereits hier war, wusste sie nicht, wollte aber auch nicht nachfragen und so konnte sie nicht abschätzen, ob man überhaupt noch nach ihm suchte, oder ob er längst in Vergessenheit geraten, oder als tot erklärt worden war. Im Grunde war es aber auch nicht ihre Aufgabe sich seinen Kopf zu zerbrechen. Helfen konnte sie ihm ohnehin nicht wirklich. Als er sich neben ihr niederließ, legte sich wieder das altbekannte Lächeln auf ihre schmalen Züge. Auf seine Worte hin, dass er bestimmt schon seit längerer Zeit in Tokio lebte, nickte sie. ”Das ist zwar nicht viel, aber immerhin schon etwas.” Kazumi hätte ihm wirklich gern geholfen, ihn von dieser merkwürdigen Atmosphäre erlöst. Aber sie kannte ihn nicht, konnte ihn nicht einschätzen und ehe sie jemandem die Couch im Wohnzimmer anbot, wollte sie etwas über die Person erfahren. Somal ihr Bruder es wohl kaum gutheißen würde, hole sie sich einen fremden Mann ins Haus. Er hatte ja bereits mit bekannten männlichen Vertretern seine Probleme. Wahrscheinlich war dies auch wieder so ein unbeschriebenes Gesetz, von wegen ‘ein großer Bruder muss seine kleine Schwester vor jeglichen Eventualitäten beschützen’ oder so ähnlich. Da blieb nur die Frage, wo er denn dann war, wenn sie ihn mal brauchte? Na schön, diese Einstellung war wohl ziemlich unfair, da er früher immer bei ihr war und es sich nun einmal zur Zeit um seinen Job handelte. Aber wäre es nach ihr gegangen, hätte er diesen längst an den Nagel gehängt.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mi Jun 27, 2007 1:45 pm

Yutaka folgte ihrem Blick. Etwas Bestätigung, auch wenn sie wohl die letzte war, die sie ihm geben konnte, tat gut. Spekulationen waren weder etwas für Krankenschwestern noch für Ärzte und das einzige, was er immer wieder zu hören bekam, war das er froh darum sein konnte, dass seine Hirnfunktionen unter dem Koma nicht gelitten haben. Es würde eine Weile dauern, aber sie waren sich sicher, dass er mit etwas Hilfe sein Erinnerungsvermögen wiedererlangen würde. Blieb nur die Frage, woher er Hilfe nehmen sollte.
"Und wenn ich etwas Glück habe, wird es mehr."
antwortete er lächelnd, auch wenn er nicht wirklich an seine eigenen Worte glaubte.
Eine Weile blieb er noch auf der Bank sitzen, ehe er sich aufrichtete.
"Nun, ich denke, ich habe bereits genügend deiner Zeit für mich beansprucht. Du hast sicher mehr zu tun, als mit einem Fremden auf einem furchtbaren Krankenhausdach rumzusitzen."
Ein kurzes Lächeln zierte sein Gesicht, ehe er Kazumi wieder zum Aufzug zurückführte. Normal war es wohl üblich die Höflichkeit zu erweisen sie nachhause zu bringen. Aber mit schrecklichem Kittel und als Patient, konnte er sich das kaum erlauben.
Im Eingangsbereich angekommen, hielt er ihr seine Hand entgegen.
"Es hat mich gefreut, Kazumi. ... Und pass auf, dass dich nicht noch andere Menschen umrennen."
verabschiedete er sich schließlich schmunzelnd.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mi Jun 27, 2007 8:55 pm

Ihr Blick ruhte wieder auf ihm, wennauch nicht direkt auf seinem Gesicht. Man starrte seinem Gegenüber nicht unentwegt in die Augen oder andere Gesichtspartien. Nach wie vor zierte ein schmales Lächeln ihre Züge. Selbst wenn sie es gar nicht beabsichtigte zu lächeln, schien es auf ihren Lippen zu liegen. Es schien manchmal beinahe so, als sei das Lächeln angewachsen.
"Genau. Geben Sie sich etwas Zeit, dann kommen die Erinnerungen schon zurück", entgegnete sie auf seine Worte hin und biss sich auf die Unterlippe. "Das haben Ihnen die Ärzte sicherlich auch bereits einige Male versichert, nicht?"
Die nächsten Minuten vergingen schweigend, ehe er sich erhob. Sie sah zu ihm auf und winkte mit einem Lächeln ab. "Das ist doch Unsinn, ich habe mich gern mit Ihnen unterhalten. Obgleich der Ort wohl wirklich nicht unwerfend ist", erklärte sie aufrichtig, während sie neben ihm zum Aufzug lief.
Schweigend blickte sie zu den Zahlen, die die Stockwerke beschrieben auf, als sie hinab fuhren. Hin und wieder hielt der Fahrstuhl und andere Besucher oder Patienten stiegen aus oder zu. Im Eingangsbereich stiegen sie aus und der junge Mann, dessen Name im Augenblick bloß Youkai lautete, verabschiedete sie. Mit einem warmen Lächeln ergriff sie seine Hand. "Die Freude lag ganz meinerseits." Auf seine letzten Worte fügte sie mit einem Zwinken, "Weshalb, wenn sie sich alle als so nette Bekanntschaft herausstellen, lasse ich mich gern umrennen", hinzu.
Anschließend ließ sie seine Hand los. "Machen Sie es gut, wohlmöglich sieht man sich ja mal wieder." Mit diesen Worten verließ die junge Studentin das Hospital.

tbc: zu Haus bei den Takahashis
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mi Jun 27, 2007 11:28 pm

Nachdem Kazumi gegangen war, ging Yutaka zurück auf sein Zimmer. Dort wartete er die täglichen Routineuntersuchungen ab und versuchte auf den Arzt einzureden, dass es an der Zeit war, ihn zu entlassen. Er hatte mehr als genug Zeit in den sterilen, weißen Räumen verschwendet und würde hier ohnehin nichts über sich herausfinden können.
Am nächsten Morgen war es schließlich so weit und man entließ den Youkai, von dem noch immer nichts bekannt war. Yutaka konnte nicht einmal sagen, dass dies zu seinem Bedauern geschah. Zwar war immernoch ungewiss, was draußen auf ihn wartete, aber alles war besser als dieses trostlose Dasein.
Durch verschiedene Anträge bei Behörden, hatte man dafür gesorgt, dass ihm eine Art Startkapital zugesprochen wurde, dass man ihm mittels Scheck auszahlte.
Das erste was er tat, war weder der Versuch eine Wohnung zu finden, oder gar arbeit, sondern er sorgte für eine Sonnenbrille, da er sich ohne sagen zu können wieso, mit einer solchen sicherer fühlte und ein Anzug musste her, denn die Kleider, die man ihm im Krankenhaus mitgegeben hatte, waren ihm in keinster Weise geheuer. Am Ende gehörten sie noch vor kurzen verstorbenen Patienten.
Der Abend brach schon bald herein und Yutaka zog immer wieder den Zettel mit der Nummer. Eine Telefonnummer. Ohne Gewissheiten und ohne Namen. Dennoch suchte er eine Telefonzelle und entschied, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Zwei Jahre hatte es sich nicht zu seinen Gunsten gefügt, höchste Zeit selbst dafür zu sorgen....

tbc: Man telefoniert und wartet ab, wo es weitergeht ^^
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